Was soll ich machen? Ihnen gefallen meine Filme nicht. Mir gefallen sie auch nicht.

Filmregisseur Géza von Cziffra ("Die Beine der Dolores" u. v. a.) in der ZDF-Talkshow "Das ist Ihr Leben".

Kaschube Grass

Als uns Günter Grass Ende der fünfziger Jahre zum erstenmal kaschubisch kam, hielten viele der jüngeren Leser, die keine Ahnung hatten, wo die Kaschubei, wo Pommerellen liegen könnten, Heimat und Sprache des Blechtrommlers für besonders schöne Erfindungen dieses Dichters. Wer immer noch an der geographischen Wahrheit des Landes der "Wruken" und der "Glumse" zweifelt, wird nun eines besseren belehrt: Die kaschubisch-pommerellische Autorenvereinigung in Danzig hat Günter Grass mit der "Alexander-Majakowski-Medaille" ausgezeichnet. Grass, der sich zu Dreharbeiten für den Film nach seinem Roman "Die Blechtrommel" für eine Woche in Polen aufhielt, hat die Medaille selber in Empfang genommen. Der kaschubische Schriftsteller Alexander Maakowski (1867–1938) hat mehrere Romane geschrieben und in der Freistadt Danzig eine Zeitschrift herausgegeben. Die nach ihm benannte Medaille erhalten Autoren, die mit ihrem Werk das Verständnis für völkische Minderheiten fördern.

Loseblatt-Lexikon deutscher Autoren

Was Juristen schon lange haben, sollen nun auch Germanisten und Kritiker kriegen: das rasch und einfach auf dem jüngsten Stand der Forschung zu haltende Nachschlagewerk. "Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" (KLG) heißt ein "Loseblattwerk", dessen "Grundlieferung" (roter Ordner mit rund 400 Seiten) zur Buchmesse im Oktober erscheinen wird. Zwei Nachlieferungen jährlich bringen die Beiträge auf den aktuellen Stand und erweitern das Loseblatt-Lexikon um neue Namen und Artikel. Die "fortschreibende Methode" wird dem KLG, das auch ausführliche Bibliographien zur Primär- und Sekundär-Literatur enthalten wird, Offenheit und Beweglichkeit im Blick auf neue literarische Entwicklungen leichter machen, als es bei teuren und rasch veraltenden Lexika in Buchform möglich ist. Die Grundlieferung stellt 48 Autoren vor, die erst in den sechziger Jahren einem größeren Leserkreis bekannt geworden sind, von Achternbusch bis Wondratschek. Das von H. L. Arnold herausgegebene KLG, an dem Literaturwissenschaftler und Kritiker mitarbeiten, kann jetzt schon zum Subskriptionspreis (28 Mark + 6,50 für den Ordner) bei jeder Buchhandlung bestellt werden. Preis nach dem 31. Oktober: 36 Mark.

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