Die Forderung des britischen Premierministers, die Bundesrepublik müsse vor der Schaffung eines europäischen Währungsverbundes die Mark noch einmal aufwerten, ehe die Relationen erneut festgeschrieben würden, hat den gerade etwas ruhiger tendierenden deutschen Aktienmarkt wieder mobil gemacht. In Erwartung eines sicheren Währungsgewinns, aber auch in der Hoffnung auf steigende Aktienkurse, legten Ausländer weiteres Geld in deutschen Effekten an.

Die Börsenspekulanten schwammen auf dieser Welle mit, weil sie mit weiteren Kaufaufträgen aus dem Ausland rechnen. Das Hauptgeschäft spielte sich in den großen Standardwerten wie Siemens, Mannesmann, Deutsche Bank und neuerdings auch Thyssen ab. Bei Thyssen war die Schubkraft beachtlich, da gleichzeitig auch Käufe in der Hoffnung auf eine sich bessernde Stahlkonjunktur vorgenommen wurden, die auch den anderen Stahlaktien Kursgewinne bescherten. Das Börsenrad scheint sich wieder einmal zu drehen. Bisher unbeackerte Märkte geraten in den Vordergrund. K. W.