Vergnüglich: Für Katzen und Kinder

„Die Katze aus dem Weltraum“ von Norman Tokar. „Lieber Jake (alias ‚Zunar 5J/90 Dorfe 4/7’): Habe gerade Deine Notlandung aus dem Weltraum in einer Sondervorführung für Kinder und Katzen gesehen (Du hast übrigens starke Ähnlichkeit mit meinem Freund Abu aus Abessinien). War wirklich ein Vergnügen, wie Du mit Deinen überirdischen Katzenkräften die sterile Disney-Familien-Truppe ein wenig auf Trab gebracht hast, Besonders froh bin ich, daß es die niedliche Angoralady Lucy Belle geschafft hat, Dich einzufangen (wie sind denn bei Euch dort draußen so die Miezen?). Erstaunt hat mich, daß Du gehackte Nieren nicht kanntest. Aber es gibt hier noch weit besseres Katzenfutter. Da Du ja jetzt im Disneyland zu Hause bist, wirst Du mit Sicherheit auch Mickey-Maus treffen, unseren allgegenwärtigen Alptraum. Vielleicht gelingt es Dir, dem Kater aus dem Kosmos, was uns Erden-Katzen bislang versagt blieb: dieses Fettmäuschen zwischen die Zähne zu kriegen. Das wäre dann wirklich eine ‚Begegnung der besonderen Art‘. In dieser Hoffnung ... Dein Stanislaus von Siam.“

Ärgerlich

„Die Wildgänse kommen“ von Andrew V. M.c-Laglen ist kein putziger Tierfilm aus der Disney-Produktion, sondern ein spekulatives Söldnerspektakel. Stargespickt: Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris, Hardy Krüger stellen als re-aktivierte Legionärsoffiziere und Afrika-Kämpen eine Truppe von Freiwilligen zusammen, die im Auftrag eines britischen Lords (Stewart Granger) aus einem fiktiven afrikanischen Staat einen gefangengehaltenen schwarzen Ex-Präsidenten zu befreien sucht. Das Drehbuch, nach einem Roman von David Carney, stammt von einem einstmals vielversprechenden Autoren: Reginald Rose („Die 12 Geschworenen“, 1957). Es ist eine üble Mixtur aus sich aktuell gebender Action und rüden Rassismen, auch wenn ab und an pseudo-versöhnliche Verständigungs-Sermone gehalten werden – was den Zynismus nur auf die Spitze treibt. In der Reihe schlechter McLaglen-Filme („Der letzte der harten Männer“, 1976) ist „The Wild Geese“ der bisherige Tiefpunkt. Helmut W. Banz

Empfehlenswerte Filme

„Ausgeflippt“ von Richard Benner. „Der Teufel möglicherweise“ von Robert Bresson. „Höhenkoller“ von Mel Brooks. „Der kleine Godard“ von Hellmuth Costard. „Pretty Baby von Louis Malle. „Rheingold“ von Niklaus Schilling. „Aus der Ferne sehe ich dieses Land“ von Christian Ziewer.