Die Württembergische Kommunale Landesbank Girozentrale in Stuttgart tilgt die Sünden des ehemaligen Württembergischen Kreditvereins (WKV).

An dem als Hypothekenbank arbeitenden WKV waren die Landesbank mit fast 90 und die Sparkasse Stuttgart mit 10 Prozent beteiligt. Durch riskante Immobilien-Engagements geriet der Kreditverein ins Schleudern und mußte von der Landesbank übernommen werden, die in der Verwertung der notleidenden Immobilien inzwischen beachtliche Fortschritte gemacht hat. Das hat mitgeholfen, für 1977 einen verfügbaren Gewinn von 85 Millionen sichtbar machen zu können. Daraus werden die ersten 30 Millionen der ursprünglich 66 Millionen betragenden Bürgschaft des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes abgedeckt. Neue Risiken sind im ehemaligen WKV-Bereich nicht mehr aufgetaucht, so daß möglicherweise Ende dieses Jahres vorgenommene Wertberichtigungen wieder aufgelöst werden können.

Die Sanierung der Stuttgarter Verwa-Bank ist gescheitert.

Mit der Eröffnung des Vergleichsverfahrens soll die Liquidation der Bank erreicht werden, die keiner Einrichtung zur Einlagensicherung angeschlossen ist. Im Juli hatte eine Sonderprüfung einen Wertberichtigungsbedarf festgestellt, der höher war als das Eigenkapital (7,4 Millionen Mark). Offenbar ist es den früheren Geschäftsleitern der Bank, Klaus Reichart und Ulrich Linzenmayer, nicht gelungen, neues Eigenkapital aufzutreiben. Beiden wurde inzwischen die Tätigkeit als Geschäftsleiter untersagt. Die Bank verfügt über Einlagen von 70 Millionen Mark. Es wird eine Liquidationsquote von 73 Prozent angestrebt. Hauptkreditnehmer der Verwa-Bank sind Kunden des Hamburger Ehevermittlungsinstituts Altmann. Mit ihren bei der Verwa-Bank aufgenommenen Geldern haben sie die Honorare für Altmann gezahlt.

*

Kapitalwünsche der NordLB werden unter die Lupe genommen.

Erst nach Vorlage und Prüfung der Expansionspläne der Norddeutschen Landesbank Girozentrale Hannover wollen die niedersächsischen Sparkassen über eine angestrebte Kapitalerhöhung sprechen. In den Jahren 1976 und 1977 hatten die Sparkassen zusammen mit dem Land Niedersachsen 100 Millionen Mark neues Kapital zur Konsolidierung zur Verfügung stellen müssen, für das es vorerst keine angemessene Verzinsung gibt. Jetzt wünscht die NordLB weitere 40 Millionen zum Kurs von 200 Prozent. Wegen der hohen Belastungen der Bank im Beteiligungsbereich, darunter bei Rollei in Braunschweig und der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt – ADCA –, ist es ihr nicht möglich, das erforderliche Eigenkapital aus eigener Kraft zu schaffen.