Gerulf Stix: Die arbeitslose Gesellschaft – Alptraum, Hoffnung oder Mißverständnis, Verlag Orac, Wien, 1978,191 Seiten, 29,80 Mark.

Achtzehn Millionen Arbeitslose in Westeuropa – Grund genug für den Volkswirt Gerulf Stix, Abgeordneter zum europäischen Nationalrat und Wirtschaftssprecher der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), abseits sattsam bekannter Denkschablonen unkonventionelle Lösungen zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit anzusteuern. Ausgehend von der Tatsache, daß es immer unerledigte Arbeiten und Leute, die Arbeit suchen, gibt, entwickelt Stix das Modell des freiberuflichen Arbeiters. Als Mini-Unternehmer erledigt er Garten-, Instandsetzungs-, Näharbeiten und dergleichen, Dinge, die heute vielfach in-Schwarzarbeit bewältigt werden. Außer Barrieren für das Wirtschaftswachstum und ihren Abbau zeigt Stix auch einen ungewöhnlichen Ausweg aus der zunehmenden Staatsverschuldung: Der Staat soll seine Schulden verkaufen. EJF