Von Stephan Reinhardt

er Weg, den der junge schweizerische Schriftsteller Silvio Blatter von seinem Erzählband "Schaltfehler" (1972) bis zu seinem neuen Roman zurücklegte, gleicht einer Versuchsstrecke, auf der er zunächst sein Talent erprobte, um es jetzt ganz in die Waagschale zu werfen.

Silvio Blatter: "Zunehmendes Heimweh", Roman; Suhrkamp Verlag, Frankfurt, 1978; 476 S., 32,– DM.

Hier wagt ein Autor einen Rundblick (mit Tiefenschärfe) auf heutige Generationen und ihre Konflikte. Das Buch enthält das vielfach verzweigte, konsequent komponierte Konterfei einer Gemeinschaft von Menschen, die von der Historie ebenso abhängig sind wie von der Landschaft, in der sie leben.