Die genetische Selbstdomestizierung des Menschen wird zum Programmpunkt der zweiten biologischen Revolution, an deren Anfang wir stehen". Das ist der Kernsatz in

Jost Herbig: Die Gen-Ingenieure. Durch Revolutionierung der Natur zum Neuen Menschen? Carl Hanser Verlag München/Wien, 258 Seiten, 19,80 Mark.

Über die erste biologische Revolution, die Erfindung der Landwirtschaft, kommt Herbig in seinem kritischen und lesbaren Buch auf die Experimente mit neukombinierten DNS-Molekülen, bei denen diese genetischen Blaupausen aller Lebewesen gezielt verändert werden – Experimente, die längst nicht mehr nur in Elite-Instituten laufen: "Ende 1977, vier Jahre nach der Entdeckung der neuen biologischen Technik, unterhalten allein in den Vereinigten Staaten 10 Unternehmen eigene Genübertragungsprojekte".

Was Herbig hier fleißig zusammengetragen hat, steht auch in einem Buch, das diesen Sommer Aufsehen in den USA erregte:

Allen R. Utke: Bio-Babel. Can we survive the new biology? John Knox Press, Atlanta 1978, 247 Seiten, 11,95 Dollar.

Ein Buch zum Thema aus Frankreich:

Jean Bernard: Die Veränderung des Menschen durch den Menschen. Verlag Ullstein, Berlin, 1978, 167 Seiten, 29,80 Mark.