Ein wichtiger Indikator für Chancengleichheit im Bildungssystem ist die Zahl der Arbeiterkinder an deutschen Hochschulen. Zwar hat sich der Anteil der aus Arbeiterfamilien stammenden Studenten 1976, gemessen am Stand von 1963, verdoppelt, doch immer noch waren Arbeiterkinder an den Hochschulen in der Minderheit. Die meisten Studentenväter waren 1976 Angestellte. Eine andere wichtige Voraussetzung für gerechte Chancen ist die Art der Finanzierung des Studiums. Nach der Statistik verdienen sich dreißig Prozent der Hochschüler ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise durch Aushilfsjobs. Die öffentlichen Mittel oder das Geld der Eltern reichten also nicht aus.