Die letzten beiden Landtagswahlen haben einen Trend bestätigt: Es gibt keine Verlierer mehr, nur noch lauter Sieger – jedenfalls nach den Worten der Spitzenpolitiker am Wahlabend.

Reporter: Herr Spretzer, Ihre Partei hat bei dieser Wahl eine schwere Schlappe einstecken müssen und 12 Prozent Ihrer Stimmen eingebüßt. Haben Sie dafür eine Erklärung?

Spretzer: Ich weiß nicht, ob man von einer Schlappe sprechen kann. Im Vergleich zu den Kommunalwahlen von 1976, als wir 17,4 Prozent der Stimmen verloren, hat sich die Partei deutlich stabilisiert. Wenn Sie sich das Resultat von Bad Girsburg ansehen, wo wir nur 8,2 Prozent verloren, kann man schon fast von einer Trendwende sprechen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Wählern, die uns...

Reporter: Herr Dünneisen, Ihre Partei hat bei Ihrer ersten Wahl 1,1 Prozent Stimmen erzielt. Sind Sie damit zufrieden?

Dünneisen: Ja, denn damit hat sie ihr Maximalziel erreicht. Wenn man die kurze Vorbereitungszeit und den hemmungslos diffamierenden Wahlkampf unserer Gegner berücksichtigt, kann man sogar von einem guten Resultat sprechen. Wenn wir bei jeder Wahl unseren Stimmenanteil verdoppeln, ist uns in vierundzwanzig Jahren die absolute Mehrheit sicher. Mein Dank gilt den Wählern, die...

Reporter: Herr Seicht, Ihre Partei hat Ihr erklärtes Wahlziel, die 2/3 Mehrheit zu erringen, knapp verfehlt. Ihr Stimmanteil ist sogar leicht zurückgegangen. Wie erklären Sie sich diese Verluste?

Seicht: Mit dem schönen Wetter und der entsprechend geringeren Wahlbeteiligung. Gerade unter unseren Wählern befinden sich viele begeisterte Naturfreunde, die einen solchen Tag natürlich im Grünen verbringen, auch wenn Sie den Grünen niemals ihre Stimme geben würden, ha, ha, ha. Im übrigen hat das letzte hervorragende Wahlergebnis viele unserer Freunde allzusehr in Sicherheit gewiegt. Insofern ist das heutige Resultat für uns sogar ein hochwillkommener Ansporn. Unser Dank gilt...