Analphabetismus, Massenarbeitslosigkeit, Bettelei, Prostitution und das etablierte Gangsterwesen wurden eliminiert. Umfassende Enteignungen und Verstaatlichungen haben Kubas Reichtum völlig umverteilt. Strenge Nahrungsmittel-Rationierung sorgt dafür, daß heute niemand mehr hungern muß, obwohl Knappheiten und Engpässe alltäglich sind.

Diesen Erfolgen stehen die tödlichen Erscheinungen einer rücksichtslosen kommunistischen Diktatur gegenüber, ergänzt durch ein alles durchdringendes Polizeisystem, die Zensur von allem kulturellen und politischen Leben, und der Verlust grundsätzlicher Menschenrechte. Doch Moskaus Planungsbeamte können sich darauf verlassen, daß diese Minuspunkte im Saldo der kubanischen Revolution auf die Lateinamerikaner, die an die Verletzungen von Menschenrechten schon gewohnt sind, kaum Eindruck machen werden."

Gabriel Ronay in ,,The Times"