Kein blutiger Jahrestag

Insgeheim hat Bonn aufgeatmet, als die vergangene Woche verstrichen war, ohne daß sich die Terroristen gerührt hatten – ein Jahr nach Mogadischu, den Selbstmorden Gudrun Ensslins, Baaders und Raspes und der Ermordung Hanns-Martin Schleyers. Zwar rechnete kaum jemand im Ernst damit, daß es an den Jahrestagen zu Anschlägen kommen würde. Doch für alle Fälle hatte Innenminister Baum für den Sicherheitsapparat viele Urlaubssperren verhängt.

Verseuchter Himalaya

In den großen Überschwemmungsgebieten im Norden Indiens, wo der Ganges und seine Nebenflüsse über die Ufer getreten sind, haben die Inder eine bestürzende Entdeckung gemacht. Dort ist die Radioaktivität um 40 Prozent über den Normalzustand gestiegen. Damit ist abermals der amerikanische Geheimdienst CIA ins Gerede gekommen. In den sechziger Jahren sollen als Bergsteiger verkleidete CIA-Agenten im Himalaya ein tragbares Nukleargerät "verloren" haben, und zwar im Oberlauf des Ganges. Das Gerät, das radioaktives Plutonium 238 enthielt, sollte an der chinesisch-indischen Grenze installiert werden und Spionageinformationen sammeln. Der CIA hatte sich damals bemüht, die indische Regierung zu beschwichtigen und erklärt, die durch das verlorengegangene Gerät entstandene Verseuchung sei gering und deshalb nicht besorgniserregend.

Israel siegte mit

Die blutige Niederwerfung der Aufständischen in seinem Lande gelang Nicaraguas Diktator General Anastasio Somoza auch dank der Israelis. Somozas Nationalgarde, die gnadenlos gegen die schlecht bewaffneten Rebellen vorging, ist mit Uzi-Maschinenpistolen und Galil-Gewehren ausgerüstet, berühmten Waffen aus israelischer Produktion. Von Ort zu Ort wurden Somozas Soldaten mit Arava-Transportmaschinen geflogen, ebenfalls made in Israel. Seinem Ansehen in der Welt wird solche Verbindung mit südamerikanischen Gewaltregimes kaum hilfreich-sein. Jerusalem lieferte Militärgerät auch an Chile (Raketen), an Guatemala, Bolivien, Honduras und El Salvador (Transportflugzeuge). An Ecuador möchte Israel auch seine teuren Kfir-Düsenjäger verkaufen. Dagegen aber haben die Amerikaner Einspruch erhoben: Die Motoren sind made in USA.

Keine echten Rechten