Wirtschaft

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DIE ZEIT

Noch nicht über den Berg

Preisfrage: Wieviel Mark werden wir Mitte 1979 für einen Dollar bezahlen müssen? Millionen Menschen würden, sich glücklich preisen, wenn sie es wüßten: die Exporteure und ihre Zulieferer, die deutschen Reeder, die Einfuhrhändler, die Ölgesellschaften, Unternehmer wie Arbeitnehmer, Hersteller wie Verbraucher.

Der Kini tritt ab

Unbeirrt hieß es bei der älteren Generation Bayern, wenn Alfons Goppel zum Staatsbesuch erwartet wurde: "Der Kini kimmt!" Weil er als Ministerpräsident eher milde thronte als straff regierte, sahen viele in ihm noch einen legitimen Nachfolger der Wittelsbacher.

Persien zwischen Mob und Moschee

Der "Schah" ist hierzulande ein Reizwort. Ob verteufelt von den Radikalen, ob vergöttert von der Regenbogenpresse – er ist vor allem eine Zielscheibe geblieben, die stets Emotionen, aber nur selten nüchterne Analysen auf sich gezogen hat.

In Grausamkeit erfahren

Am zweiten Tag seiner Amtszeit jagte Franz Josef Strauß den Skeptikern im bayerischen Volk schon den ersten Schauer über den Rücken.

Zeitspiegel

Ein neuer Fall von Menschenrechtsverletzung belastet die französisch-afrikanischen Beziehungen. Seit zwölf Wochen sitzt der 34 Jahre alte französische Ingenieur Philippe Favre, Vater von drei Kindern, in der Volksrepublik Kongo (Brazzaville) unschuldig im Gefängnis.

Worte der Woche

"Das ist eine Niederlage für alle, die die friedliche Nutzung der Kernenergie befürworten, eine Niederlage für die Sozialistische Partei, die sich in ihrer überwältigenden Mehrheit für die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf ausgesprochen hat, und eine Niederlage für mich persönlich, weil ich die Volksabstimmung empfohlen habe.

"Wir haben unsere Tore weit geöffnet"

China ist rückständig, es hinkt dem Weltniveau hinterher, es ist ein Entwicklungsland – Teng Hsiao-ping sagt es, Professor Yang vom Kernphysikalischen Institut in Lantschou sagt es, der Intendant des Zentralen Rundfunkamtes sagt es.

Apel verwaltet den Mangel

Es ist wieder einmal gute Gelegenheit, daran zu erinnern, daß die Methoden der Waschmittelwerbung dem Staat schlecht und der Armee überhaupt nicht anstehen: Vor zwei Jahren noch hatten Heeresinspekteur Horst Hildebrandt und seine Obristen auf der Bonner Hardthöhe jedermann wissen lassen, beim Umbau der Brigaden des westdeutschen Feldheeres gehe es um ein Projekt, das sich allenfalls mit der preußischen Heeresreform unter Scharnhorst und Gneisenau vergleichen lasse.

Wolfgang Ebert: Ein starkes Stück

"Spinnst du? Nimm dich jetzt mal gefälligst ein bißchen zusammen. Die Sache ist viel zu ernst. Schließlich geht es ums deutsche Drama! Und Schuld an allem ist doch nur Hamburgs roter Senat.

Wie liberal ist die Armee?

ZEIT: Es hat in letzter Zeit wieder einige böse Fälle von antidemokratischen und vor allem antisemitischen Äußerungen in der Bundeswehr gegeben.

Maihofers Metamorphosen: Ein Dozent wie viele andere?

Unter den von ihm geliebten Zitaten befindet sich eines, das Werner Maihofer heute treffend beschreibt. Als "freie Rechtslehrer" hatte Immanuel Kant jene bezeichnet, die "dem Staate, der immer nur herrschen will, anstößig sind" und "unter dem Namen Aufklärer als für den Staat gefährliche Leute verschrieen werden".

Vor dem Mainzer FDP-Parteitag: In Koalitions-Treue gefestigt

Feuer unter dem Dach haben die Freien Demokraten nicht mehr. Hätten ihnen die Wähler nach Niedersachsen und Hamburg auch in Hessen und Bayern die Landtagsstühle vor die Tür gestellt, ihr Mainzer Parteitag, der am Wochenende beginnt, wäre zu einem dramatischen Ereignis geworden.

Im Knäuel dunkler Machenschaften

Vor sechs Wochen erst trat Pieter Willem Botha die Nachfolge von Johannes Vorster an und wurde südafrikanischer Ministerpräsident, wohl wissend, welche Bürde er übernahm.

Teuer für Amerika

Amerikanischer Pionier- und Geschäftsgeist beschäftigt sich bereits mit großen Projekten, die Wüsten und Wasser in einem befriedeten Nahen Osten umspannen sollen.

Israels Nachbar: König als Bauer

Das unbeschwerte Lachen, einst seine Handelsmarke, sei ihm mehr und mehr vergangen. Gram präge sein Gesicht, Grau bestimme die Farbe seiner Haare: Kenner König Husseins befürchten, er gleiche immer mehr seinem Großvater Abdullah.

Zwei Achsen

Der Vertrag zwischen der Sowjetunion und Vietnam, der auf 25 Jahre geschlossen wurde, enthält konkrete Regelungen für den Fall, daß einer der beiden Vertragspartner angegriffen oder bedroht wird.

Terroristen

In Zusammenarbeit mit deutschen Kriminalisten bemüht sich die niederländische Sonderkommission noch immer um die Auswertung der weit über 200 Hinweise, die nach der Veröffentlichung von Phantomphotos eingegangen sind.

Wie man Trauer verhindert

Weimar ist nicht untergegangen an einem Mangel an Gesetzen und auch nicht durch die Anwesenheit von Radikalen im öffentlichen Dienst.

Iran: Die Militärs sind jetzt an der Macht

Der Schah von Persien hat das seit Ende August bestehende Zivilkabinett Ende Ministerpräsident Jafar Scharif-Emami abgelöst und durch eine Militärregierung ersetzt.

Mal so, mal so und so nicht

Helmut Kohl ist "natürlich" dafür, das Bundesverfassungsgericht anzurufen, "wenn die SPD in der Frage des Extremistenbeschlusses Schritte einleiten sollte, die die Verfassungsmäßigkeit der Bundesrepublik berühren".

"Alpha-Jet"

Wenn sich der Pilot im vorderen Sitz des neuentwickelten "Alpha-Jet" bei hoher Geschwindigkeit herauskatapultiert, läuft er Gefahr, von Glassplittern des zertrümmerten Kabinendachs verletzt oder getötet zu werden.

Angst vor der Vergangenheit

Ein ungeheuerlicher Ausspruch erregt unsere französischen Nachbarn: "In Auschwitz wurden lediglich Läuse vergast". Dieser Satz war zu lesen im Nachrichtenmagazin L’Express und faßte ein Interview zusammen, das ein (eher linker) Journalist mit einem Manne geführt hatte, der während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich zu den bedingungslosesten Judenverfolgern und Antisemiten zählte.

Nochmal nach Theresienstadt

Der ehemaligen Hauptsturmführer der Waffen-SS Kurt Waller bestellt sein drittes Glas Pilsener, dazu Szegediner Gulasch mit einer Extraportion böhmischer Knödel, und lehnt sich in wohliger Erwartung zurück.

Verspätetes Land

Das Polen der Zwischenkriegszeit ist im Polen von heute wieder zum Thema geworden. Viele Publikationen und Diskussionen beschäftigen sich damit.

Eine Einigung in Sicht?

Die Verhandlungen über einen neuen NDR-Staatsvertrag können nun ernsthaft beginneu; denn die beiden Antagonisten haben ihre unterschiedlichen Auffassungen schriftlich fixiert.

Das Ende der Rundfunk-Jumbos

Die Rundfunkanstalten haben es geschafft: Ab 1. Januar knöpfen sie uns für Funk- und Fernsehgebühren 13 Mark ab, 2,50 Mark mehr als bisher.

Zehn Prozent fürs Gewissen

Es geht um einen Streitwert, der sicherlich nicht die geringste Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gefunden hätte, würde man ihn nur aus der Portemonnaie-Perspektive betrachten.

Nicht davon reden

Für Bayerns eben gewählten Landtagspräsidenten Franz Heubl war. es "ein denkbar unangenehmes neues Erlebnis mit dem Fernsehen", für Bayerns Liberale ein "handfester Skandal" und für Bayerns Sozialdemokraten eine "offensichtlich bereits akute Gefährdung der Rundfunkfreiheit im Bayerischen Fernsehen".

Wie die Bayern feiern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, empfiehlt der Volksmund. Wer in Bayern diesem Ratschlag: folgt, müßte sich hetzen – bis zum Umfallen.

Ausgesperrt

Herzogstraße und Zillertal. sind keine guten Adressen im nordrhein-westfälischen Bochum. In trister Umgebung warten hier 950 Menschen, sogenannte Obdachlose, auf eine bessere Zukunft.

Kein Motzforum

Leben lernen und Lernen lernen – so könnte man die Ziele des Schülerhauses beschreiben". sagt Jürgen Blum, Lehrer am evangelischen Mörike-Gymnasium in Stuttgart und Vorstandsmitglied des Schülerhausvereins.

Rote Hefte

Hätte sie nicht einen bitterernsten Hintergrund, dokumentiert durch Stacheldraht, Schüsse und bis an die Zähne bewaffnete Soldaten, die Meldung würde womöglich zum Lächeln reizen: Am 6.

Eine Übung für den Nachwuchs?

Sie hätten: Pudelmützen über das Gesicht gezogen und schwangen drohend Holzknüppel. So maskiert und bewaffnet stürmten am Montagabend um 20.

Verstöße gegen die guten Sitten

Mit wem sich auch Gunther Sachs liiert, die Öffentlichkeit nimmt’s begierig zur Kenntnis. Das eine Mal befriedigt sie ihre Neugier in der Regenbogen-Presse – nämlich dann, wenn’s um die Frauen geht.

Die Mullahs am Öl-Hahn

Die Mineralölindustrie wiegelt ab und schlägt auf. Die Lähmung der iranischen Ölförderung, so wird unisono versichert sei kein Anlaß zur Beunruhigung.

Der Wind dreht sich

Die Diskussion um die 35-Stunden-Woche schlägt noch hohe Wogen..............................................................

Bonner Kulisse

In wenigen Tagen, am Mittwoch kommender Woche, gibt sich der Kanzler wieder einmal! die Ehre: die führenden Repräsentanten der deutschen Wirtschaft, der Banken und der Gewerkschaften werden sich dann im Kanzler-Bungalow im Park des Palais Schaumburg versammeln, um mit Helmut Schmidt über Zustand und Aussichten der Wirtschaft zu plauschen.

Verschlafen

Das Uhrmacherhandwerk ist, keine Frage, ein traditionsbewußter Stand. Tradition macht stark und selbstbewußt, aber leider manchmal auch blind.

Ende des Streits

Mit der Koalitionsmehrheit im Vermittlungsausschuß ist ein Kompromißvorschlag zur Schlichtung des Streits über das Steuerpaket beschlossen worden.

Böse Sieben

Der Kapitalmarktzins steigt wieder, auch wenn dies nicht so recht in die konjunkturpolitische Landschaft paßt. Aber die Nachfrage ist eben höher als das Angebot – und dies in erster Linie wegen des Kapitalbedarfs der öffentlichen Hände.

Die dunklen Worte des Ministers

Im Bonner Wirtschaftsministerium runzelten die Welthandelsexperten besorgt die Stirn: Ursache war die Schlagzeile im Bonner Generalanzeiger: "Genscher fordert Korrektur der Bonner Nord-Süd-Politik.

Der Frieden wird teuer

Bei den Friedensgesprächen zwischen Israels Ministerpräsident Begin und Ägyptens Staatspräsident Sadat in Camp David hatte man an fast alles gedacht.

Achillesferse in Großbritannien

Die 6000 Arbeiter in Saarlouis, die nun nicht; mehr Hand an Escort und Fiesta legen können, spüren die Folgen der Arbeitsteilung, die Ford wie kein anderes Autounternehmen in Europa entwickelt hat.

New Yorker Zeitungs-Streik: Gewinner ist ein Ausländer

In einer Karikatur, die während des langen New Yorker Zeitungsstreiks in einem der provisorischen Streikblätter erschien, wurde eine Krämerwaage von der Rolle Bindfaden gefragt, warum der gerade abgewogene Hering denn so teuer sei: acht Dollar fünfzig das Pfund? Antwort: Weil er in der letzten Ausgabe der "New York Times" eingewickelt sei.

Maos Erben brauchen viel Kohle

Bei Karl Heinz Hawner steht das Telephon nicht mehr still. Seit sich herumgesprochen hat, daß die Ruhrkohle-Tochter Montan-Consulting GmbH in Essen die Chinesen beim Ausbau ihres Steinkohlenbergbaus berät, wollen die größten wie die kleinsten Bergbauzulieferer über Hawner ins Geschäft kommen.

Künftig schärfere Auflagen

Breuel: Unser erstes Ziel ist die Sicherung der Povel-Arbeitsplätze, und dazu sind wir auf die Kooperation mit der Gruppe van Beiden angewiesen.

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