Haben unsere Traumbilder vom Skilauf heute noch eine Chance auf Erfüllung?

Von Willy Bogner

Ein Wochenende im Winter: Wie eine gigantische Lunge saugt die schneebedeckte Alpenkette Tausende und Abertausende von skibegeisterten Bundesbürgern an, hält sie einen Sonntag lang im Gewirr von Liften, Pisten, Bahnen und Loipen fest und pustet sie dann über die Autobahnen wieder in die Städte zurück.

Zur Weihnachts- und Osterzeit rüstet sich ein noch viel gewaltigeres Heer zum gemeinsamen Sturm auf die Zauberberge. Niemand weiß genaue Zahlen – sicher ist, daß es über 2,5 Millionen Deutsche alljährlich in die Alpen zieht, um dort mindestens zwei Wochen zuzubringen.

Der Deutsche Skiverband schätzt, daß es 1980 sogar über sechs Millionen Skiläufer in Deutschland geben wird. Aus dem Skisport, der noch vor fünfzig Jahren nur als eine nützliche Methode der Fortbewegung im Winter für Soldaten und alpine Briefträger und wenig später als exzentrisches Hobby einiger verrückter Individualisten galt, ist ein Volkssport geworden.

Welche geheimnisvolle Anziehungskraft bringt es fertig, die so oft als träge beschriebenen Bundesbürger aus ihrem Alltag zu reißen, ohne Rücksicht auf soziale Stellung, Alter, Geschlecht und Einkommen? Wie sehen die Traumbilder, die idealisierten Vorstellungen vom Skilauf aus?

Traum eines Naturliebhabers;