Der Job ist gut bezahlt, genießt hohes Ansehen, bietet manche Annehmlichkeiten und wird demnächst frei.

Ein weiterer Bewerber betrat das Büro des zuständigen Personalreferenten. Der lehnte sich, mit einem Bleistift spielend, in seinem Sessel zurück. "Tja, Herr Klinge, also Ihr Fragebogen hat auf uns einen recht günstigen Eindruck gemacht – Der Bewerber

strahlte verstohlen. – "Ich hoffe", fuhr, der Referent fort, "Sie halten es nicht für Schnüffelei, wenn wir Ihnen darüber hinaus ein paar Fragen stellen, bei dem in Frage kommenden Posten können wir uns kein Risiko leisten..."

"Ich verstehe..." murmelte der Besucher,

"Wir wollen ja schließlich nicht der sattsam publizierten Staatsverdrossenheit, besonders bei der Jugend, Vorschub leisten. Darum darf an dem Träger dieses Amtes nicht der geringste Makel hatten ... das gilt natürlich für sogenannte Jugendsünden. Also mal raus mit der Sprache! Waren Sie jemals im Leben Mitglied einer linksextremen Partei, oder auch nur Anwärter?" "Gegenfragen Wäre ich sonst hier?"

"Warum nicht? Als Endstation auf dem Marsch durch die Institutionen – aber das sollte natürlich keine Kränkung sein. Wie ist das mit Ihrer Familie, irgendwelche schwarzen, in diesem Falle roten... hahaha... Schafe? Neffe beim Spartakus, oder so? Besser, Sie gestehen das gleich jetzt."

"Also" ich kann Ihnen versichern, bis auf eine Juso-Nichte..."