Die Skier des Weltmeisters, die Bindung des Cupsiegers oder die Schuhe des Olympiagewinners sind nicht unbedingt für jeden skifahrenden Normalverbraucher geeignet. Aber einige Ausrüstungsgegenstände der Profis können auch dem Brettlfan aus dem Flachland das Skilaufen angenehmer und einfacher machen.

Eine Renn-Skibrille zum Beispiel hat keinerlei Tücken, die der Normalverbraucher erst überwinden müßte. Eigenartigerweise sieht man immer wieder Skiläufer, die viel Geld in Ski und Kleidung investieren, dann aber bei so wichtigen Hilfsmitteln wie den Brillen glauben, sparsam sein zu müssen. Dabei kann vom Sehschutz viel abhängen – nicht zuletzt die Gesundheit der Augen. Sie allein sollte schon die 20 bis 45 Mark für eine gute Skibrille wert sein.

Billige Brillen haben gewöhnlich auch billige Scheiben, vor denen jeder Augenarzt warnen würde. Gerade in den oberen Bergregionen, die des Skiläufers Revier sind, häufen sich Strahlen, denen das Auge sonst kaum ausgesetzt ist. Da kann, wer seine Augen nicht richtig schützt, unangenehme Überraschungen erleben. Das gleißende Licht behindert nicht nur die Sicht, es kann auch erhebliche bleibende Schäden der Hornhaut hervorrufen.

Wichtig ist eine gute Brille aber auch bei Schneetreiben, wolkenbehangenem Himmel und Nebel auf der Piste. Da muß an Stelle des dunklen ein helles Glas her, daß die Augen vor Wind schützt und die Sicht wenigstens so weit gewährt, wie das Wetter es zuläßt. Wer nicht zwei Brillen herumschleppen mag, sollte eine mit auswechselbaren Scheiben erwerben. Die vielgepriesenen gold-grünen Scheiben, die auch bei diesigem Wetter gute Sicht garantieren sollen, vollbringen freilich auch keine Wunder. Aber sie kosten nicht viel mehr als normale helle Scheiben, so daß sich die Ausgabe schließlich doch lohnt.

Wer länger auf der Piste bleiben will oder mit wechselhaftem Wetter rechnet, der kann "Big Pack" gut gebrauchen, ein Wimmerl, das sich mit wenigen Handgriffen in einen Rucksack umbauen läßt. Da paßt alles hinein, von der Daunenjacke für kalte Stunden bis zur Brotzeit. Die Sonnencreme, das zweite Brillenglas und andere Kleinigkeiten können im unteren Fach, dem eigentlichen Wimmerl, bleiben. "Big Pack"ist leicht und auch auf Skiwanderungen bequem zu tragen.

Wichtiger als die meisten Skiläufer annehmen ist der Skisack. Er schützt Ski und Bindung während der Fahrt auf dem Autodach. Wer im Winter von Hamburg bis in die Alpen mit ungeschütztem Ski fährt, darf sich nicht wundern, wenn die neue Sicherheitsbindung nicht mehr richtig funktioniert oder Skibelag und Oberfläche beschädigt sind. Feucht eingepackte Skier müssen allerdings nach der Reise sofort trockengerieben und an einem trockenen Ort abgestellt werden, weil sonst die Kanten rosten.

Und selbst der beste Ski muß natürlich gewachst werden. Teure Rennbeläge brauchen sogar mehr Wachs als die schwarzen, billigeren Laufsohlen. Schon nach wenigen Tagen auf der Piste muß nachgewienert werden. Dabei ist alles andere als Fleiß-, wachsen nur ein Notbehelf, denn die Paste muß in die Poren des Belags eindringen können. Zu empfehlen sind die modernen Mischwachse, die für einen großen Temperaturbereich ausreichen. Ein altes Bügeleisen tut dabei gute Dienste. Von Fritzmeier gibt es dazu kostenlos ein kleines Büchlein mit wichtigen Tips für die Skipflege, das in Sportgeschäften ausliegt. Harald Farner