Ich bin ja nicht neidisch, aber es fällt mir auf, daß lauter Leute Häuschen bauen, die viel weniger verdienen als ich. Wie sie das machen, ist mir ein Rätsel. Aber nun habe ich begründete Hoffnung, endlich auch hinter das Geheimnis der Finanzierung zu kommen. Dank CHALET!

Da erhält zunächst jeder Spieler 50 000 Mark Startkapital. Nicht Darlehen, sondern geschenktes Handgeld zum Spielbeginn. Jetzt, da ich dieses schreibe, fällt mir auf, daß hier eine kleine Abweichung vom wirklichen Leben vorliegen könnte. Aber wer weiß, vielleicht findet sich jemand, der auch mir ein angemessenes Startkapital ausbezahlen will.

Doch nun wird es realistisch auf dem Spielfeld. Kaum losgetrabt, kommt man an der Bausparkasse vorbei. Dort darf man mehrere Bausparverträge in fast unbegrenzter Höhe abschließen. Das deckt sich ganz unbestreitbar mit der Wirklichkeit. Im selben Gebäude liegt die Versicherung. Versicherungen sind immer ratsam, also schließt man solche ab.

Kurz danach kommt man zur Sparkasse. Wenn ich bei meiner Sparkasse meine Kontoauszüge abhole, habe ich üblicherweise ein flaues Gefühl im Magen. Anders bei CHALET.

Nicht weit bis zur Fabrik. Dort wird das Jahresgehalt ausbezahlt. Das begreift man leicht. Allerdings kann man Kärtchen ziehen, mit deren Hilfe sich das Jahresgehalt beträchtlich erhöht, wenn nicht gar verdoppelt. Ich habe solche Kärtchen meinem Chef mitgebracht und ihn ermuntert, ruhig eines für sich, vor allem aber bald eines für mich zu ziehen. Er hat mich hinausgeworfen. Nun gut, im Modell eines Spiels mag das etwas anders sein.

Kurz danach kommt man wieder zu einer Filiale der Sparkasse und kann dort sein eben erworbenes Jahresgehalt dazu verwenden, die Bausparverträge aufzufüllen. Als nächstes folgt das Finanzamt. Auch hier ergibt sich eine kleine Abweichung von der Wirklichkeit. Freundlich lächelnde Finanzbeamte zahlen anstandslos hohe Beträge für Gebäudeabschreibung oder staatliche Förderung aus. Ich werde eine Containerladung von Exemplaren dieses Spiels im hiesigen Finanzamt verteilen, damit die Herren das gute Beispiel immer vor Augen haben..

Schon nach kurzer Spieldauer stellt sich Wohlstand ein. Man kann darangehen, das eine oder andere Grundstückchen zu erwerben und das eine oder andere Häuschen darauf zu stellen. Auch Eigentumswohnungen sind wohlfeil und renditefreudig. Die Bausparkasse, dein Freund und Helfer, ist unermüdlich bereit zu finanzieren.