DIE ZEIT

Nur ein Fall Wust

Das Rücktrittsgesuch des Generalinspekteurs Harald Wust ist ein Eingeständnis persönlichen Scheiterns, nicht das Zeichen einer tiefgreifenden Krise der Bundeswehr.

Polizei und Perser

An Krawall im Frankfurter Westend hat man sich in den letzten Jahren gewöhnt................................................

Sieg nach acht Jahren

Die Unesco hat endlich den Staaten eine Absage erteilt, welche die Medien Weltweit an die Kandare staatlicher Aufsicht nehmen wollten und das auch noch im "Namen einer "Pressefreiheit", die sie im eigenen Lande tagtäglich unterdrücken.

Streik wider Sinn und besseres Wissen

Ein halbes Jahrhundert lang herrschte in der deutschen Stahlindustrie Arbeitsfrieden. Jetzt, ausgerechnet in einer Zeit, in der sich die Wirtschaft endlich aus der zähesten Krise der Nachkriegszeit herauszuarbeiten scheint, finden in einer Schlüsselindustrie soziale Auseinandersetzungen statt, deren drohende Eskalation unkalkulierbare wirtschaftliche und politische Folgen haben kann.

Ein mutiges Zeichen

Die Kabinette der Bundesländer debattieren umständlich darüber, ob sie nun 23 oder 70 oder vielleicht gar 85 Flüchtlinge aus Indochina aufnehmen sollen.

Worte der Woche

"Man wird sich überlegen müssen, ob ausländische Demonstrationen überhaupt noch erlaubt werden können, wenn mit blutigen Straßenschlachten und Gefahren für Leib und Leben gerechnet werden muß.

Zeitspiegel

Als Fünfjähriger hat Jimmy Carter einen Cent aus dem Klingelbeutel seiner Kirche gestohlen; dafür erhielt er eine Tracht Prügel von seinem Vater.

"...aber es muß doch etwas geschehen"

Der Feldherr besichtigt die Front gleich zu Beginn der Auseinandersetzung: Am Dienstagmorgen um sechs Uhr, als der Streik in der Stahlindustrie anläuft, steht Eugen Loderer am Hauptportal der Westfalen-Hütte in Dortmund.

Im eigenen Netz gefangen

In Südafrika drangsaliert die Regierung die Schwarzen, Mischlinge und Inder, aber sich selber schadet sie am meisten

Brüchiges Terrain

Diese Woche ist das deutsch-deutsche Grenzprotokoll unterschrieben worden. Vor zwei Wochen sind die neuen Verkehrsverträge mit der DDR unter Dach und Fach gekommen.

Wolf gang Ebert: Deutsche Vita

Ein weiterer Bewerber betrat das Büro des zuständigen Personalreferenten. Der lehnte sich, mit einem Bleistift spielend, in seinem Sessel zurück.

Machtwechsel in Japan

Deutliche Akzentverschiebung In der Japanischen Politik sind von Fukuda-Nachfolger Ohira nicht zu erwarten. Dem Bürokraten folgt ein "Bauernjunge ans Shikoku".

Der 188. Putsch in Bolivien

Der neue Regierungschef kündigte für den Juli 1979 freie Wahlen an und versprach, daß am 6. August 1979 ein ziviler Präsident die Regierungsgeschäfte aufnehmen werde.

Blutbuche im Ehrenhain

Wo stecken die vier von Jugoslawien freigelassenen Terroristen? Das ist natürlich Gesprächsstoff in allen Bonner Zirkeln. Aber die Erkundigungen in Belgrad haben dazu offenbar nichts erbricht.

Washington-Havanna: Castros Wink an Carter

Ein Positionswechsel Fidel Castros beschäftigt im Augenblick die Amerikaner. Die Leitartikler der amerikanischen Presse hatten die Alarmberichte über die Stationierung modernster sowjetischer Jagdbomber vom Typ Mig 23 auf Kuba noch nicht richtig verdaut, da kam direkt aus Havanna die nächste Überraschung: Über 3000 politische Gefangene, das sind angeblich 80 Prozent der jetzt noch inhaftierten Regimekritiker, sollen entlassen werden, 400 pro Monat.

Zertretene Blumen

Während in Peking Demonstranten heit" und "Demokratie" hochleben, ließen, während auf Wandzeitungen die Menschenrechte auch für das chinesische Volk reklamiert wurden, während die Pekinger Volkszeitung Rechte auch für den Angeklagten forderte, veröffentlichte in London die Gefangenenhilfsorganisation amnesty international ihren ersten Bericht über "Politische Haft in der Volksrepublik China".

Streit um die Trennscheibe

Karl-Heinz K. ist seit zweieinhalb Monaten Untersuchungshäftling in der Justizvollzugsanstalt Nürnberg. Er ist verdächtig, Mitglied einer kriminellen Vereinigung zu sein.

Viele Preiswürdige

Am Buß- und Bettag rollten und hinkten Behinderte in Frankfurt zu einer Preisverleihung. Sie selbst stifteten den, Preis, alljährlich soll er verliehen werden: Die "Goldene Krücke".

Es begann so friedlich...

Die Autofahrer trugen es mit Fassung: Im Schneckentempo mußten sie sich am vergangenen Wochenende durch die Frankfurter Innenstadt bewegen, weil einige tausend Demonstranten gegen das Regime in Persien protestierten: "Der Schah ist ein Mörder und Faschist!" Auch die Fußgänger nahmen keinen Anstoß, nachdem sie durch Handzettel über die politische Lage im Iran aufgeklärt worden waren.

Unglaubhaft und unverständlich

Nun streiken sie also doch, die Stahlarbeiter. Und die Arbeitgeber haben die Aussperrung beschlossen. Das scheint Routine zu werden, so wie sicherlich die dann folgende Prozeßlawine gegen die Aussperrung, auf die die Arbeitsgerichte sich schon vorbereiten können.

Viele Räder stehen still...

Die Berichte aus den Unternehmen sind deutlich: Die Lücke ist da, Aufträge lassen sich nicht fristgerecht erfüllen, die technischen Kapazitäten sind nicht voll ausgelastet, weil keine Facharbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen sind.

Strafe für Ford

Weil Ford nach einem Streik von neun Wochen mit einem Lohnabschluß die Richtlinie der Regierung von fünf Prozent so deutlich überschritten hat, kauft die Regierung nun keine Ford-Autos mehr und sperrt dem Unternehmen die finanziellen Vergünstigungen, die in Großbritannien an die Industrie gegeben werden.

Bonner Kulisse

Mit seiner spektakulären Attacke gegen die Finanz-Misere der Deutschen Bundesbahn dürfte der Ehrenpräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesbahn, Hans-Günther Sohl, ebenso erfolglos bleiben wie andere vor ihm, die sich öffentlich für eine Sanierung der Bahn eingesetzt haben.

Zur Kasse, Autofahrer

Obwohl die großen Mineralölgesellschaften zum 1. Dezember von einem Teil ihrer Bevorratungskosten befreit werden, werden sie die Verbraucher zur Kasse bitten.

Im zweiten Anlauf

Heinz Nixdorf hat einen Partner gefunden, der ihm für die weitere Expansion seines Computer-Konzerns Geld gibt, ohne ihn die Macht zu kosten: Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit dem Volkswagenwerk wird nun die Deutsche Bank zum Jahresanfang 1979 zweihundert Millionen Mark in das Paderborner Unternehmen stecken.

Die noble Emily

Am 11. März des Jahres 1911 erschien in den britischen Magazinen The Car und The Automotor eine Mitteilung folgenden Wortlauts: "Die Geschäftsleitung von Rolls-Royce Limited hat immer ihre ganze Aufmerksamkeit in die Bemühung gesetzt, das Aussehen einer Rolls-Royce-Karosserie so.

Den Schiffen nicht das Wasser reichen

Hans-Eberhard Urbaniak, SPD-Bundestagsabgeordneter und Gewerkschaftssekretär, glückte der Durchbruch. Seit geraumer Zeit macht sich Urbaniak, flankiert von mächtigen Bittstellern aus Wirtschaft, Partei und Gewerkschaft seines Dortmunder Wahlkreises, für einen Schleusen-Neubau in Henrichenburg am Dortmund-Ems-Kanal stark.

Die neue Lohnrunde: Auch dieses Jahr eine Fünf?

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Wolfram Thiele, gab sich zuversichtlich. Für die anlaufenden Tarifverhandlungen prophezeite er jüngst eine "Lohnrunde der Besinnung und der Vernunft".

Außenhandel: Als Abschreckung gedacht

Zu mächtig war der Gegner für die kleine Alpenrepublik, und der Gegner scheute sich auch nicht, mit dem dicken Knüppel zu drohen: Die Vereinigten Staaten haben dem neutralen Österreich sehr deutlich zu verstehen gegeben, daß es sich auf den Österreichischen Export von Käse und Skiern nachteilig auswirken werde, wenn Wien mit der Entwicklung einer eigenen Soja-Industrie Ernst machen sollte.

Stabilitätspolitik in der Krise

Die akademische aber auch wirtschaftspolitische Kontroverse über die Leistungsfähigkeit keynesianischer Globalsteuerungspolitik läßt sich kaum noch übersehen.

Manager und Märkte

Der Arbeitskampf in der Stahlindustrie könnte, dauert er länger, schnell unliebsame Folgen bei den heimischen Autobauern haben.

Noch nichts unterschrieben

Christians: Die Volksrepublik China soll sich nach dem Willen ihrer gegenwärtigen Partei- und Regierungsführung bis zum Jahre 2000 zu einem modernen Industriestaat entwickeln.

Zeitraffer

Allen Risiken zum Trotz möchten mehr junge Menschen als angenommen einen eigenenBetrieb gründen. So jedenfalls interpretiert Felix Viehoff, Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, eine Umfrage unter vierhundert Absolventen von Hochschulen und Prüfungskandidaten aus Industrie, Handel und Handwerk.

"Das Klima ist versaut"

Auf das Gesetz über die paritätische Mitbestimmung der Arbeitnehmer ist Ferdinand Turek nicht gut zu sprechen: "Das Paragraphenwerk verdient diesen Namen nicht.

Börsen-Report: Unter Druck

Die neue Bundesanleihe droht, für die Banken zum Ladenhüter zu werden, besonders die zehnjährige Tranche mit ihrer Rendite von 6,64 Prozent.

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