Der Arbeitskampf in der Stahlindustrie könnte, dauert er länger, schnell unliebsame Folgen bei den heimischen Autobauern haben. In "den nächsten zwei Wochen" erwartet man im Volkswagenwerk zwar keinerlei Schwierigkeiten", doch müsse man angesichts der Aussperrungen noch erkunden, ob nicht auch Zulieferer Probleme bekommen könnten.

Ähnlich ist die Lage bei BMW. In den Wochen bis zur Weihnachtspause erwartet man keine Zulieferengpässe, zumal es auch noch Bezugsmöglichkeiten in Frankreich und Österreich gebe. Doch die Situation würde sich andern, wenn Zulieferer betroffen werden.

"Eher optimistisch" sieht Daimler-Benz die Lage. Das Stuttgarter Unternehmen, normalerweise nur für einige-Tage bevorratet, hat sich auf einen Streik eingerichtet und sich rechtzeitig eingedeckt.

"Hundertprozentiges Einvernehmen" herrsche mit der Familie Sachs über das weitere Vorgehen bei der Plazierung von Aktien der Sachs AG, versicherte der Vorstandssprecher der Commerzbank, Robert Dhom, auf die Frage, ob ihn Gunther Sachs nicht "aufs Kreuz gelegt" und hinter dem Rücken der Commerzbank mit dem Salzgitterkonzern verhandelt habe. "Natürlich wußten wir, daß noch ein Dritter im Bunde war, als wir die Sachs-Aktien von der englischen GKN übernahmen." Dhom ist zuverächtlich, daß seine Bank in den nächsten Jahren noch weitere Aktien aus den Händen der Familie zur Plazierung über die Börse übernehmen kann.

Eine Schwierigkeit liegt allerdings zunächst darin, daß es dafür bis 1982 interne Hindernisse gibt. Offenbar gibt es Poolvereinigungen zwischen Gunther Sachs und den drei Töchtern seines verstorbenen Bruders Ernst-Wilhelm. Frei verfügen können die Erben von Ernst-Wilhelm Sachs ohnedies erst von 1987/88 an über ihre Aktien, denn so lange haben noch die Testamentsvollstrecker das Sagen.

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In den USA, Wen wundert es, wird am meisten Geld für die Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Radio sowie für Direktwerbung ausgegeben: 33,7 Milliarden Dollar waren es 1976 nach Erhebungen des amerikanischen Magazins Advertising Age. Japan ist mit 4,9 Milliarden Dollar Nummer zwei, Deutschland mit knapp drei Milliarden Dollar Nummer drei. Rechnet man die Werbekosten auf die Zahl der Bevölkerung um, dann freilich ist die Bundesrepublik gerade besseres Entwicklungsland. Mit einem Pro-Kopf-Betrag von 48,56 Dollar stand Deutschland auf Platz zwölf. Die USA kamen hingegen auf 156,96 Dollar – auch hier an der Spitze. Der Grund für die vergleichsweise schwache deutsche Position liegt in der gesetzlich limitierten Werbezeit in Fernsehen und Hörfunk.