Weil Ford nach einem Streik von neun Wochen mit einem Lohnabschluß die Richtlinie der Regierung von fünf Prozent so deutlich überschritten hat, kauft die Regierung nun keine Ford-Autos mehr und sperrt dem Unternehmen die finanziellen Vergünstigungen, die in Großbritannien an die Industrie gegeben werden. Die Aufregung im Lande ist groß.

Ford hatte den Lohnpoker richtliniengetreu mit fünf Prozent begonnen. Aber die Gewerkschaften blieben hart und erkämpften 17 Prozent. Der Schaden ist groß. In den zwei Monaten wurden fast 120 000 Fahrzeuge nicht produziert. Das Unternehmen und seine Beschäftigten, haben viel Geld verloren. Nun wird das Unternehmen dafür bestraft, daß es sich nicht hat zu Tode bestreiken lassen.

Die Form der Strafe kann zu absurden Ergebnissen führen. Profitieren nun weniger leistungsfähige Unternehmen? Oder weicht die Regierung auf Importe aus? Sicherlich werden sich manche Firmen überlegen, ob sie nun nicht besser gleich nachgeben und wenigstens einen Streik vermeiden, wenn die Sanktionen ohnehin kommen. In diesem Spiel können die Unternehmen nur verlieren.

Eine amtliche Lohnpolitik ist eine unsaubere Sache, weil sie in der grauen Zone des staatlichen Ermessens arbeitet. Das Beispiel Ford ist keine Empfehlung. wk