BP-Chef Hellmuth Buddenberg, der bei der Benzinpreiserhöhung im Februar den Vorreiter gemacht hatte, bildet nun das Schlußlicht. Als die großen Konkurrenten Aral, Esso und Shell in der vergangenen Woche die Einführung des Bevorratungsbeitrags dazu nutzten, ihre Kraftstoffpreise gleich um einen vollen Pfennig je Liter zu erhöhen, begnügte sich die BP mit der exakten Weitergabe dieses Beitrags an den Verbraucher: Benzin und Super wurden um 0,6 und Diesel um 0,5 Pfennig je Liter teurer.

So prangt an den BP-Stationen nun nicht mehr die übliche neun hinter dem Komma, die die freien Tankstellen einst eingeführt hatten. Der BP gleich tat es Chevron. Beide Gesellschaften sind der Meinung, daß man eine gesetzliche Neuregelung nicht zu zusätzlichen Preiserhöhungen nutzen sollte, und Chevron-Sprecher Hanns-Henning Kunckel bescheinigt den Großen am Markt ein "Geschick wie Elefanten im Porzellanladen".

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Für einen fröhlichen Gag ist sich das "unmögliche" Möbelhaus aus Schweden", Ikea, nie zu schade. Nun sollen Weihnachtsbäume an die Kundschaft gebracht werden – im Leasing. Für einen Verkaufspreis zwischen fünf und zehn Mark (je nach Sorte des Baumes) und eine Pfandgebühr von zehn Mark wollen die meisten der bislang neun deutschen Ikea-Häuser je 1000 Bäume "verleihen". Nach Weihnachten können sie – gegen Rückgabe des Pfands – wieder abgegeben werden.

Mit solch publikumsfreundlichen Werbeaktionen haben die Schweden in Deutschland beachtliche Erfolge erzielt. Vier Jahre nach ihrem Start am heimischen Markt erreicht Ikea einen Umsatz von 364 Millionen Mark, im laufenden Geschäftsjahr, das am 31. August 1979 endet, sollen runde 100 Millionen dazukommen;

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Für ihre Kurzstreckenflotte bleibt die Deutsche Lufthansa bei dem Typ Boeing 737. Sie hat bei dem amerikanischen Flugzeughersteller jetzt 32 Maschinen, der Version 737/200 bestellt, die 109 Passagiere befördern können. Sie sollen in den Jahren 1980/81 geliefert werden.