Luis Murschetz: "Der Dicke Karpfen Kilobald", In diesem neuesten Bilderbuch des Steiermärkers (und politischen Karikaturisten der ZEIT) "Mur" widerfahren einem gutmütigen Karpfen ähnliche Unbilden wie in den beiden Büchern vorher den Leidensgefährten "Rädel" und "Grabowski" (inzwischen übersetzt in fünfzehn Sprachen). Nach tückischen Hetzjagden beutegieriger Menschen gibt es ein märchenhaftes Ende. Diesmal retten beherzte Kinder den dicken Karpfen vor den Fischfängern aus Klumpenstein und vor einem bornierten Hausbesitzer, der sich in einem grünen Offiziersrock zeigt. Der herzensgute Karpfen landet im städtischen Aquarium. Doch dank der List zweier Kinder, die den Fisch mit Tannenbaumschmuck tarnen, identifiziert ein Gelehrtenteam den Karpfen als ein exotisches Wunderexemplar von den Weihnachtsinseln und – läßt ihn leben. So ergreift Murschetz mit Feder und Aquarelltuschen aufs neue Partei für wehrlose Kreaturen, die menschlichen Nutzdenken zum Opfer fallen sollen. (Diogenes Verlag, Zürich, 1978; 26 S., 16,80 DM)