Was im Sommer zumindest finanzkräftigen Urlaubern durch einen Flug in die Tropen möglich ist, bleibt im Winter Skiläufern aller Gehaltsklassen verwehrt: die Flucht vor schlechtem Wetter. Denn wirklich schneesichere Wintersportgebiete gibt es kaum. Um so wertvoller sind daher die vielen Möglichkeiten, sich kurzfristig über den Zustand von Pisten und Loipen und über die Wetteraussichten zu informieren.

Auch wenn die letzte Skisaison selbst in den Mittelgebirgen fast überall gute Schneeverhältnisse brachte, die Winter davor bewiesen es: Wer in die Berge fährt, um mit Skiern und Schlitten durch die Weiße Landschaft zu rutschen, wird nicht selten enttäuscht. Vor allem Flachland-Alpinisten, die nur übers Wochenende in Harz oder Eifel, Sauerland oder Schwarzwald wedeln wollen, werden oft durch plötzlichen Wetterumschwung und Temperaturanstieg gebremst.

Um Fahrten in den Schneematsch zu vermeiden, sollten sich Sonntags-Skifahrer deshalb vor dem Trip über die aktuelle Wetterlage im Zielgebiet erkundigen. So stellt der ADAC zusammen mit dem deutschen Skiverband (DSV) jeden Donnerstag einen Wintersportbericht zusammen. Neben den klassischen Skigebieten im Alpenraum werden auch die Mittelgebirge jede Woche neu untersucht. Detaillierte Angaben über Schneehöhen, Temperaturen, Beschaffenheit der Abfahrten im Tal und in der Höhe sowie der Langlaufloipen werden per Fernschreiben den Rundfunk- und Zeitungs-Redaktionen übermittelt.

Doch auch der ADAC selbst gibt gern Auskunft. Die Geschäftsstellen im Bereich von Harz, Sauerland, Eifel, Hansrück, Taunus und Schwarzwald sind während der Bürostunden darauf vorbereitet. Und rund um die Uhr kann man bei der Informationsstelle des Autoclubs in München (Tel. [0 89] 22 22 22) die neuesten Schneemeldungen abfragen.

Darüber hinaus stellen aber auch die Fremdenverkehrs-Organisationen und Kurverwaltungen der Wintersportregionen Lageberichte und Wettervorhersagen zusammen. Der Harzer Verkehrsverband in Goslar (Tel [0 53 21] 4 01 24) beantwortet werktags Schneeanfragen, die Touristikzentrale Sauerland ([0 29 81] 21 21 und 21 22) mit einem Anrufbeantworter der Wetterwarte auf dem Kahlen Asten auch nachts und am Wochenende.

Wer ein Ski-Weekend im Bayerischen Wald plant, kann sich – allerdings nur freitags – beim Fremdenverkehrsverband Ostbayern in Regensburg ([09 41] 5 71 86) über Pistenzustand und die Wetterlage im deutsch-tschechischen Grenzgebiet informieren. Und über die jeweils aktuellen Schneeverhältnisse im Schwarzwald berichtet der Anrufbeantworter Pforzheimer Schwarzwaid-Information ([0 72 31] 1 79 29).

Allgemeine Wetter- und Wintersportberichte aus den Skigebieten gibt es außerdem in Rundfunk und Fernsehen, Die meisten Radiostationen, die Verkehrsmeldungen ausstrahlen (siehe ZEIT Nr. 43, Seite 62), geben in der kalten Jahreszeit gleichzeitig an, ob und wo Ski und Rodel gut sind. ARD und ZDF senden diese Informationen freitags nach den Nachrichten. Und die Post komplettiert ihren Reisewetterbericht unter der Rufnummer 116 00 beziehungsweise 01 16 00 mit den Schneeverhältnissen in den Skigebieten. U. K./KB