Am 7. Dezember 1978 definierte der Verteidigungsminister Hans Apel vor dem Deutschen Bundestag die Aufgaben des Generalinspekteurs:

1. Aufgaben und Pflichten des Generalinspekteurssind in erheblichem Maße davon bestimmt, daß die Bundeswehr in die Verfassung eingebaut, der politischen Führung in die Hand gegeben ist und vom Parlament kontrolliert wird. Der Primat der Politik gilt ohne Einschränkung. Die Befehls- und Kommandogewalt gehört ungeteilt dem Bundesminister der Verteidigung.

2. Der Generalinspekteur ist der erste militärischeBerater des Bundesministers der Verteidigung und der Bundesregierung. Er ist der einzige Soldat, der der politischen Führung ein vergleichendes und kompetent begründetes Bild des inneren Zustandes und den Kampfkraft aller Teile der Bundeswehr vermitteln kann. Zugleich ist der oberste militärische, fachliche und beratende Instanz unterhalb der politischen Führung der Bundeswehr.

3. Der Generalinspekteur ist der ranghöchste deutsche militärische Repräsentant in deninternationalen Führungs- und Planungsgremien...

4. Obwohl oberste beratende militärische Instanz für die Bundesregierung und höchster Repräsentant der deutschen Streitkräfte, ist der Generalinspekteur der Bundeswehr ein Soldat ohne eigene Befehlsbefugnisse. Sein Erfolg und sein Wirken sind in höchstem Maße von der Kraft seiner Überzeugungsfähigkeit und von seinem Vermögen, Kompromisse herbeizuführen und zu schließen, abhängig...