In den Besitz Verhältnissen norddeutscher Banken gab es wichtige Veränderungen.

Völlig überraschend hat die Commerzbank eine Schachtelbeteiligung an der Handelsbank in Lübeck (Aktienkapital 16 Millionen Mark) erworben, bei der seit Jahresbeginn die Deutsche Bank Mehrheitsaktionär ist. Bisher war davon ausgegangen worden, daß die Deutsche Bank im Laufe der Zeit die übrigen Aktionäre auskaufen und die Lübecker Bank bei sich eingliedern würde. Weil die Hansestadt Lübeck ihre bisher an der Handelsbank gehaltene Schachtelbeteiligung der Commerzbank verkauft hat, muß die Deutsche Bank diesen Plan zunächst einmal: auf Eis legen. Es sei denn, sie kann sich mit der Commerzbank über einen "Handel" verständigen. Er könnte in der Lübecker Hypothekenbank bestehen, die zu 75 Prozent bei der Handelsbank in Lübeck liegt und zu 25 Prozent bei der Commerzbank.

Keinen Besitzwechsel, aber einen wichtigen Einschnitt gab es bei der Norddeutschen Hypotheken und Wechselbank (Nordhypo). Der 56jährige Hans-Erich Spieker, der für die Reaktivierung des Instituts verantwortlich zeichnet und es 15 Jahre lang geleitet hat, wird aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheiden. Vorstandssprecher wird künftig Ludolf von Krosigk sein, der seit 1969 dem Aufsichtsrat der Bank angehört und zuletzt Generalbevollmächtigter des Bankhauses Georg Hauck & Sohn in Frankfurt war.