Ich werde auf einer Straße mit Bäumen parken und Licht machen... Irgend jemand guckt bestimmt mal rein. Und wenn ein Polizist reinguckt, werde ich dem sagen: Soll ich Heiligabend vielleicht im Dunkeln sitzen... Und dann gucken wir uns an. Heiligabend guckt man sowieso anders als sonst... Ob der anders guckt...?

Oder ich gehe in das Lokal, das bis vier geöffnet hat. Da kriegt man denn bis zwölf immer Lebensläufe auf den Tisch, aber mit zu vielen Ortsangaben, und jeder hat immer Angst, was zu vergessen... Nach zwölf sind dann auch nicht mehr plötzlich so viele auf der Toilette...

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Und fragt mich einer, ob ich denn auch Heiligabend Single bin, dem sag ich ein für allemal: Was heißt hier single? Ich bin Junggeselle, ich war immer Junggeselle, und ich bleibe Junggeselle. Junggeselle, das klingt nicht nur nach Brief und Siegel, ein Junggeselle bleibt sich immer treu und läßt nicht nur für Heiligabend seit jeher immer alles offen ...

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Aber das wäre doch mal was: Mit dem Schlafwagen in den ersten Feiertag ... Und dann mit dem Schlafwagenschaffner gemütlich einen trinken. Vielleicht geht man dann von Abteil zu Abteil. Heiligabend ist ja immer noch Platz. Und der Schlafwagenschaffner wird allen erzählen, was ihm als Schlafwagenschaffner Heiligabend schon alles passiert ist... Aber man ist froh, daß wenigstens einer redet... Auf halber Strecke werde ich dann aber den Gegenzug nehmen. Ein Schlafwagenplatz ist sicher noch frei. Und wenn die alle schon schlafen, habe ich den Schlafwagenschaffner ganz für mich allein, und ich liege dann da und lasse mich bedienen, und er wird sich fragen, wie ich nach Hause gekommen bin und zu Hause erzählen, was ihm Heiligabend immer alles passiert...

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