Sehenswert

"Star Crash – Sterne im Duell" von Lewis Coates ist eine amerikanisch-italienische "Star Wars"- Imitation, die das Original mühelos an Phantasie und Fabulierlust übertrifft: ein kleiner, unerwarteter Triumph des erfindungsreichen Trivial-Kinos, das fehlenden Aufwand durch bizarre, bunte Tricks ersetzt, die sowohl an die klassischen amerikanischen Arbeiten von Ray Harryhausen erinnern als auch an die schamlose Künstlichkeit der Filme Mario Bavas. Ein schauspielerisch völlig unbedarftes Bikini-Mädchen namens Caroline Munro kämpft mit Golems, Amazonen und Troglodythen, um das galaktische Imperium vor den finsteren Eroberungsplänen eines schwarzgewandeten Theater-Schurken zu retten. Der tumben Heroine wird so übel mitgespielt wie weiland Barbarella und Phoebe Zeitgeist, doch der Regisseur Lewis Coates (vielleicht ein Pseudonym nach alter Italowestern-Sitte) und seine Mitarbeiter behandeln das Science-fiction-Genre nicht mit herablassender Ironie, sondern variieren seine vertrauten Muster mit einer höchst angenehmen Mischung aus spielerischem Witz und absurder Naivität.

Hans C. Blumenberg

Mittelmäßig

"Inspektor Clouseau – Der irre Flic mit heißem Blick", von Blake Edwards ist der fünfte und schwächste Teil der "Pink Panther"-Serie mit Peter Seilers in seiner Paraderolle als dümmster Polizist der Welt. Hier soll Clouseau einen internationalen Rauschgiftring springen, der natürlich French Connection heißt, was dem Verkleidungskünstler Seilers die Gelegenheit gibt, sich in den Masken von Toulouse-Lautrec, Kapitän Ahab und dem "Paten" persönlich zu zeigen, Roch sowohl er als auch Blake Edwards scheinen allmählich das Interesse an der Serie zu. verlieren. Auch einige der gewohnt brutalen Slapstick-Sequenzen, in denen Menschen wie Zeichentrick-Figuren behandelt werden, trösten nicht über die dünne Geschichte und den Mangel an ausgefeilten Gags hinweg. "Revenge of the Pink Panther" (ein rosaroter Panther kommt längst nur noch im Vorspann vor) sollte wirklich das letzte Kapitel der Clouseau-Saga gewesen sein. HCB

"Zwei sind nicht zu bremsen" von Sergio Corbucci ist ein weiterer Beweis für den unaufhaltsamen Abstieg des Regisseurs von "Django" und "Leichen pflastern seinen Weg". Für das komödiantische Potential des Gespanns Bud Spencer/Terence Hill interessiert sich Corbucci in dieser öden Affäre überhaupt nicht. Bis auf einige hübsch choreographierte Prügelszenen – das überstrapazierte Markenzeichen des Duos – hat die fahrige, unkonzentrierte Inszenierung nichts zu bieten. HCB

Empfehlenswerte Filme

"Ausgeflippt" von Richard Benner. "Dieses obskure Objekt der Begierde" von Luis Buñuel. "In einem Jahr mit 13 Monden" von Rainer Werner Fassbinder. "Was heißt’n hier Liebe" von Walter Harrich, Claus Strigel, Bertram Verhaag. "Molière" von Ariane Mnouchkine. "Rheingold" von Niklaus Schilling. "Zwischen den Zeilen" von Joan Micklin Silver. "Padre Padrone" von Paolo und Vittorio Taviani. "Girl-Friends" von Claudia Weill.