Nun hat der Wirtschaftsminister gans allein den Schwarzen Peter. In einem von Otto, Graf Lambsdorff angeforderten Gutachten empfahl die Monopolkommission dem Minister, keine Sondergenehmigung für die vom Kartellamt bereits untersagte 25prozentige Beteiligung der Deutschen BP an der Essener Ruhrgas AG zu erteilen. Die Monopolkommission ist der Ansicht, daß auch eine Beteiligung von neun Prozent ausreiche, um der BP den Zugang zum Gasmarkt und auch den im Gegenzug geplanten langfristigen Rohöl-Liefervertrag zwischen Veba, die die Ruhrgas-Beteiligung abgeben will, und BP über drei Millionen Tonnen pro Jahr zu sichern.

Baby oder Beruf? Ein kurz vor Jahresschluß vom Bundeskabinett verabschiedeter Gesetzentwurf soll es Frauen endlich erleichtern, beiden Aufgaben gerecht zu werden. Er sieht nämlich vor, daß vom 1. Juli 1979 an berufstätige Mütter zusätzlich zu den bereits geltenden Schutzfristen vor und nach der Geburt bis zu vier Monaten Mutterschaftsurlaub verlangen können. In der gesamten Zeit darf ihnen nicht gekündigt werden, sie erhalten während des Mutterschaftsurlaubs Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 750 Mark monatlich netto von der Krankenkasse oder dem Bundesversicherungsamt und bleiben beitragsfrei Mitglied der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Die Neuregelung gilt für berufstätige und arbeitslose Mütter, die Arbeitslosengeld oder -hilfe beziehen.

Noch Zukunftsmusik für berufstätige Frauen ist ein "Gesetz über die Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz", über dessen Entwurf im Bonner Arbeitsministerium gebrütet wird. Es soll Frauen die Möglichkeit geben, vor Gericht gegen Arbeitgeber vorzugehen, die offen oder versteckt männliche Arbeitskräfte bevorzugen, sei es bei einer Bewerbung, einer Beförderung oder bei der Lohnfestlegung.

Kein Gesetz wird einer anderen Gruppe Unterprivilegierter am Arbeitsmarkt helfen: den Dauerarbeitslosen, deren Zahl – wie Josef Stingl, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, feststellen muß – "leider steigt trotz der Bemühungen, gerade diesen Personenkreis zu vermitteln". Die Unternehmen fordern – so Stingl bedauernd – vor allem jüngere Fachkräfte an, die jedoch unter den Arbeitslosen kaum zu finden sind.

Unterstützung bei der Suche nach Arbeitsplätzen verspricht sich Josef Stingl von der modernen Technik. Die Arbeitsämter, sollen, im Laufe des nächsten Jahres mit Datensichtgeräten ausgestattet werden, an denen sich Arbeitsuchende selber über das Stellenangebot schnell und umfassend informieren können. Ho