Richtigstellung

In den Bericht über die Holocaust-Diskussion in Frankreich („Eine gemeinsame Lektion“, ZEIT Nr. 9) hat sich durch ein bedauerliches Versehen ein sinnentstellender Fehler eingeschlichen. Natürlich kann keine Rede davon sein, französische Politiker übten sich in „nationalsozialistischer Polemik“. Statt dessen sollte von „nationalistischer Polemik einiger Politiker“ die Rede sein – ein Vorwurf, den sie sich wohl gefallen lassen müssen.

Sadats „Söldner“

Zum Kampf gegen Rebellen hat der Golfstaat Oman um Sadats Hilfe gebeten. Prompt wurde von Kairo aus eine Handvoll Militärberater in Marsch gesetzt. Inzwischen ist Sadat bereit, allen Staaten zu helfen, die von Moskau zur Einkreisung Ägyptens benutzt werden könnten. So schickt er seine „Söldner“ auch in den Sudan, nach Somalia und Zaire. Am liebsten würde er dorthin auch veraltete sowjetische Waffen verkaufen – ein weiteres Zeichen dafür, daß Sadat mit keinem neuen Krieg gegen Israel rechnet.

Einen Bernhardiner, bitte

Wo kann man Leute anrufen, die gar kein Telephon haben? In der servicebeflissenen Schweiz. Die Auskunft – Rufnummer 111 – gibt auf Anfrage die Nummer des Anschlusses bekannt, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft des gewünschten, aber telephonlosen Mitbürgers befindet. Ob der Telephoninhaber dann aber wirklich losläuft, um den Gesuchten zu holen, ist nicht mehr Sache der Post, sondern der eigenen Überzeugungskraft. Die dienstbaren Geister der Schweizer Post helfen auch in den extremsten Fällen: Wer verschüttet ist, muß nur „III“ anrufen, um die Telephonnummer des nächsten Lawinenhundes zu erfahren.

Wanze im Zelt