Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG wird den Schiffsneubau in Hamburg vorerst nicht völlig einstellen.

Diesen Aufsichtsratsbeschluß bezeichnete der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jürgen Westphal als einen Schritt in die falsche Richtung. Er tritt – genau wie ursprünglich der Vorstand – für die Konzentration des Schiffsneubaus in Kiel ein. Immerhin will HDW bis 1981 noch rund 1200 Arbeitsplätze einsparen. HDW-Chef Norbert Henke erwartet übrigens von der staatlichen Schiffsbauhilfe keine besonderen Impulse.

Die Hamburgische Landesbank meldet nur geringe Tilgungsrückstände im Schiffskreditgeschäft.

Der Geschäftsleitende Direktor, Hans Fahning, wehrt sich gegen die Vorstellung, sein Haus – von der Immobilienkrise verschont geblieben – könnte jetzt durch die Schiffahrtskrise in Mitleidenschaft gezogen werden. Zwar hat die Hamburgische Landesbank einen beachtlichen Anteil an der Finanzierung der deutschen Flotte, doch bisher machen die Tilgungsrückstände nur 18 Millionen Mark aus, das sind sechs Prozent des Tilgungssolls. Die Bank hat in der Finanzierung von Großtankern und ausländischen Reedern Zurückhaltung geübt, sich allerdings selbst an zwei Essberger-Tankern beteiligt, auf die Abschreibungen vorgenommen werden mußten.

Zum Auftakt einer Kapitalerhöhung um 44,2 Millionen Mark kündigt der Vorstand von Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) eine von 6 auf 7 Mark erhöhte Dividende an.

Gute Stimmung braucht die Gesellschaft, um ihre neuen Aktien zum ansehnlichen Kurs von 300 Prozent erfolgreich zu plazieren. Ziel sei es, so der Vorstand, die alte Dividende von 8 Mark wieder zu erreichen. Der hohe Auftragsbestand läßt trotz bestehender Unsicherheitsfaktoren einen Umsatzanstieg und ein befriedigendes Ergebnis erwarten. 1978 war der Umsatz um 5 Prozent auf 3,2 Milliarden Mark zurückgefallen. Noch in diesem Jahr soll mit der Montage von Dieselmotoren in den USA begonnen werden.