Die Dresdner Bank hat Geschmack bewiesen, als der Vorstand (Sprecher: Hans Friderichs) am Etoile in Paris ein Gebäude erwarb, das für Repräsentationszwecke der Mutter und ihrer Töchter geeignet ist. Napoleon III. hat dereinst mehrere Häuser dieser Art erbauen lassen und seinen Marschällen geschenkt. Das Haus steht unter Denkmalschutz, wurde entsprechend renoviert und erstrahlt an der Ecke Champs-Elysees und Avenue de Friedland inzwischen in altem Glanz.

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Hart ins Gericht ging Hans Fahning, Chef der Hamburgischen Landesbank, mit jenen Geschäftsbanken, die ihrer Kundschaft beim Erwerb von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen eine hundertprozentige Fremdfinanzierung anbieten, zum Teil mit Tilgungs- und Zinsraten, die in den ersten Jahren niedrig sind, später aber steigen. Damit würde, so Fahning, ein Erwartungshorizont genährt, der nach den heutigen Gegebenheiten kaum realistisch erscheint. Die Gefahr einer Überschuldung würde noch erhöht durch die kontinuierlich steigenden Bewirtschaftungskosten.

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Gerhard Mertins, Inhaber der Bonner Waffenhandelsfirma Merex, mit Niederlassungen in Frankreich und Griechenland sowie mit 50 weltweiten Agenturen, ist mit einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gescheitert. Mertins, dessen Firma im Zusammenhang mit Waffengeschäften des Bundes-Nachrichten-Dienstes (BND) und Vorwürfen gegen Bundestagspräsident Karl Carstens genannt worden war, hatte gegen eine Verschärfung des Kriegswaffenkontrollgesetzes Beschwerde erhoben. Die für Mertins’ Firma möglicherweise schädliche neue Bestimmung in dem Gesetz sieht vor, daß deutsche Staatsbürger auch dann eine Waffenexportgenehmigung benötigen, wenn sie ihre Geschäfte mit Waffen machen, die nicht auf dem Boden der Bundesrepublik lagern. Bisher konnte die Bundesregierung gegen solche Praktiken, die ihr aus politischen Gründen von Fall zu Fall unangenehm sind, nichts unternehmen.

Initiator der Mitte vergangenen Jahres in Kraft getretenen Verschärfung ist der Bundestagsabgeordnete Heinz Pensky. Der Abgeordnete damals: „Damit soll vor allen Dingen den zahlreichen Großschiebern das Handwerk gelegt werden, die ihre schmutzigen Geschäfte von deutschem Boden aus betreiben und hierdurch Waffenarsenale für Bürgerkriegsarmeen od:r auch für Terroristen bereithalten.“