Die Ravensburger haben immer wieder Legespiele herausgebracht. Es ist eine über Jahre hin sorgsam gepflegte Tradition des Hauses. Moderne Fertigungstechniken ermöglichen auch in diesem Bereich interessante Neuerungen, zum Beispiel „Reflexion“.

Wenn man die Schachtel öffnet, ist man zunächst etwas enttäuscht über die wenigen darin enthaltenen Teilchen. An einem Spritzbaum hängen ein paar Winkel und Dreiecke, die man – auch das ein Spiel – abdrehen und ineinanderrasten muß. Übrig bleiben vier identische Trapezteilchen in freiem leuchtenden Rot und Gelb. Jeder Spieler bekommt zwei dieser Trapezstücke unddazu noch eine blaue Ablagefläche mit einem Kunststoffspiegel.

Auf rund dreißig quadratischen Karten sind symmetrische geometrische Muster vorgegeben, Sie bestehen immer aus vier zusammengesetzten Trapezstücken. Jeder Spieler hat aber nur zwei solcher Teile. Die fehlenden sind das Spiegelbild,

Im Spielverlauf wird von dem verdeckten Stapel eine Karte umgedreht. Für beide Spieler gilt nun das gleiche Muster als Vorgabe. Wer es zuerst schafft, hat die Karte gewonnen und darf sie an sich nehmen.

Man lernt schnell zu erkennen, welche Symmetrieachse für die Karte gilt. Könnte man das Kärtchen nun so drehen, daß es genau richtig läge, so wäre die Lösung rasch gefunden. Doch es ist nicht gestattet, die Lage der Karte zu verändern. Die notwendige Drehung müssen sich die Spieler dazu denken, bildlich vorstellen.

Auch als Solitärspiel ist „Reflexion“ amüsant. In diesem Fall beschränkt man sich nicht auf zwei Teile, sondern nimmt die übrigen beiden Teile dazu. Dadurch werden die Muster noch farbenfroher – aber auch schwieriger.

Tom Werneck

Reflexion, Otto Maier Verlag, Marktstr. 22, 7980 Ravensburg, Legespiel für 1 oder 2 Spie- ler, unverb. Preisempf. 17,95 DM