Die Investitionen in die deutsche Wirtschaft – Gradmesser für die Hoffnungen der Unternehmer – sind seit 1976 um 5,5 Prozent pro Jahr gewachsen, errechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln. Damit sind die Bundesrepublik und die USA mit einer fünfprozentigen Steigerungsrate die einzigen westlichen Industrieländer, deren Investitionen nach dem Konjunktureinbruch von 1974/75 wieder Anschluß an das Wachstum der sechziger Jahre gefunden haben.

Die gesteigerte Investitionslust der deutschen Unternehmer hat allerdings noch nicht so recht auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Zwar hat jetzt die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit (BfA) festgestellt, daß in der Bundesrepublik Ende Juni vergangenen Jahres mit 20,08 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern der höchste Stand seit drei Jahren erreicht wurde. 1975 waren es aber noch knapp 20,1 Millionen.

Rückläufig ist die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer. Knapp 1,9 Millionen Gastarbeiter, das sind 9,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, hat die BfA gezählt. 514 700 kommen aus der Türkeit, knapp 370 000 aus Jugoslawien und etwas über fünfzehn Prozent aus Italien. Griechen, Spanier und Portugiesen sind mit zusammen fünfzehn Prozent in der Minderheit. Ho