Günter Grüner, Vorstandsmitglied der Bayerischen Vereinsbank, am 26. Juni 1970 an Hans Glöggler in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Hanfwerke Füssen:

„Zur Ausschüttung einer erhöhten Dividende für 1969 Rücklagen aufzulösen und steuerlich mögliche Bewertungsabschläge nicht voll auszunutzen, zeigt einen bedenklichen Trend. Die Anlage von Kreditmitteln in Aktien ist eine gefährliche Sache ... Hier (durch Ausweitung des Aktienportefeuilles der HFI auf 4,3 Millionen Mark) entsteht eine echte Gefahr für das Unternehmen. Außerdem widersprechen diese Transaktionen Ihrer Erklärung in der letzten Hauptversammlung, daß Sie mit dem Erwerb der Aktienmehrheit nicht spekulative, sondern unternehmerische Absichten verfolgen. ... Die oben angeführten Maßnahmen (die Anlage von Kreditmitteln in Wertpapieren sowie 2,2 Millionen Mark Zahlungen der HFI an Glöggler, davon eine Million Mark für ein Grundstück in Ottobeuren, das Glöggler vor wenigen Jahren zu einem Sechstel dieses Preises erwarb) lassen erkennen, daß die strenge Trennung der Funktionen des Vorstandes und des Aufsichtsrats einer Aktiengesellschaft nicht mehr gewährleistet ist. Ich bitte daher um Verständnis, daß ich für die Folgen solcher Maßnahmen, die der Gesellschaft und den Aktionären zum Schaden gereichen können, vor allem nicht mit meinem Namen, aber auch nicht finanziell, einstehen will. Daher habe ich mit gleicher Post der Gesellschaft mitgeteilt, daß ich mein Amt als Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung niederlege. Dem gesamten Unternehmen, seinem Aufsichtsrat und Vorstand und der ganzen Belegschaft wünsche ich für die Zukunft alles Gute.“