Nur die Edelmetalle sorgten bei der Degussa für Umsatzwachstum.

Vermehrte Edelmetall-Handelsgeschäfte und höhere Edelmetallpreise ließen im Geschäftsjahr 1977/78 den Umsatz der Degussa am 12,7 Prozent und den der Gruppe um 13,8 Prozent auf 5 Milliarden Mark wachsen. Ohne Edelmetalleinsatz ging der Umsatz um 4,3 Prozent zurück. Der hieraus erkennbare geringere Mengenabsatz und die damit verbundene niedrigere Auslastung der Produktionsanlagen drückten das Jahresergebnis unter den Vorjahreswert. Dennoch erhalten die Aktionäre wieder 8,50 Mark. Außerdem war eine Erhöhung der Rücklagen um 3 Millionen möglich. Das neue Geschäftsjahr hat mit einer deutlichen Zunahme bei Umsatz und Mengenabsatz begonnen. Der Vorstand schätzt, daß die Ölverteuerung und die notwendigen weltweiten Bemühungen um Geldwertstabilität die wirtschaftliche Expansion dämpfen werden.

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AEG/Telefunken kündigt für 1978 einen Verlust von 350 Millionen Mark an.

Der Verlust entstand nicht nur durch die „Schlußabrechnung“ für die Altlasten der Kraftwerk Union, die 215 Millionen Mark erfordert, sondern auch aus einer Ergebnisverschlechterurig der Unternehmensbereiche, für die vom Vorstand die stagnierende bis rückläufige Geschäftsentwicklung, die sich aus der Veränderung der Währungsparitäten ergebenden Einflüsse sowie die Belastungen aus Strukturmaßnahmen verantwortlich gemacht werden. Diese Maßnahmen werden auch das 1979er Ergebnis wieder stark beeinträchtigen. Auch auf dem Währungssektor erwartet der Vorstand noch keine Entspannung. Dennoch geht er von einer Verbesserung der Ergebnisse der Unternehmensbereiche aus. Außerdem kommt der erwähnte Sonderverlust aus der KWU-Rechnung in Fortfall.

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Die Norddeutsche Landesbank machte in der Vergangenheitsbewältigung Fortschritte.

Das Ergebnis des Jahres 1978 War noch einmal durch 87 Millionen Sonderlasten gekennzeichnet, von denen allein 45 Millionen auf die Rollei-Werke entfallen, die auch noch 1979 wieder bis zu 20 Millionen kosten werden. Alle übrigen Altlasten sind dann beseitigt. Die Allgemeine Deutsche Creditanstalt (ADCA), für die immer noch ein weiterer Partner gesucht wird, hatte 1978 keine Hilfe mehr nötig. Die Nord LB erwirtschaftete einen Überschuß, aus dem sie ihren Kapitaleignern erstmals seit vielen Jahren wieder Gewinn ausschütten kann, allerdings zunächst nur einen Bonus auf die in den letzten beiden Jahren durchgeführten Kapitalerhöhungen.