Integrierte Fachkräfte sind weder Entwicklungshilfeexperten noch freiwillige Entwicklungshelfer, sondern deutsche Arbeitnehmer, die für mindestens ein Jahr in einem Entwicklungsland eine Aufgabe übernehmen, die vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) als entwicklungspolitisch Wichtig beurteilt wird. Diese Fachkräfte schliessen einen Arbeitsvertrag mit dem einheimischen Arbeitgeber – in der Regel eine staatliche Einrichtung – und erhalten auf Antrag einen im allgemeinen nicht unbeträchtlichen Gehaltszuschuß. Die Höhe des Zuschusses wird unter Abzug des im Entwicklungsland gezahlten Ortsgehalts nach der Art der Tätigkeit, Alter und Familienstand sowie dem Land festgesetzt. Die deutsche Auslandsvertretung prüft vor Ort die Frage der entwicklungspolitischen Bedeutung.

Im BMZ in Bonn fällt dann die Entscheidung über den Antrag. Programmbearbeitende Stellen sind der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), Kennedyallee 50, 5300 Bonn 2, die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), Dag-Hammarskjöld-Weg 1, 6236 Eschborn und die – Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV), Auslandsabteilung, Feuerbachstraße 42–46, 6000 Frankfurt 1, die darüber hinaus auch für die Vermittlung von Integrierten Fachkräften zuständig ist. Bei Lateinamerika geschieht dies in Zusammenarbeit mit der Organisation IBEM, Friedrichallee 10, 5300 Bonn 2. Arbeitsmöglichkeiten sind in der Regel für technische Berufe vorhanden, fast immer in Ausbildungsfunktionen, Weitere Informationen gibt schriftlich oder telefonisch die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV), Tel. (06 11) 7 11 15 07.