Der Hamburger Pastor Schulz wird nicht auf die Kanzel der Jacobi-Kirche zurückkehren. Im „Lehrbeanstandungsverfahren“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD) fällte ein Spruchkollegium das Urteil, Paul Schulz sei unfähig, „eine amtliche Tätigkeit im kirchlichen Dienst auszuüben, weil er in entscheidenden Punkten im Widerspruch zum Bekenntnis der evangelischen Kirche steht“.

Der Hamburger Theologe hatte sich in Büchern und einer Reihe von ZEIT-Artikeln gegen die seiner Überzeugung nach überholte Vorstellung von einem persönlichen Gott ausgesprochen.

Man mag streiten, ob die Kirche weise gehandelt hat, und ob nicht in das breite Spektrum des Protestantismus auch ein Abweichler wie der Theologe Schulz paßt. Die ZEIT, die für Paul Schulz über Jahre hinweg ein Forum war, auf dem er seine Theologie begründen und vertreten konnte, wird einen kompetenten Theologen bitten, das Urteil zu werten.