Drägerwerk-Aktien zu 190 Mark

In der Zeit vom 26. bis zum 30. März bietet ein Konsortium unter Führung der Dresdner Bank stimmrechtslose Vorzugsaktien der Drägerwerk AG, Lübeck, zum Kurs von 190 Mark je 50 Mark Aktie zum Verkauf an. Insgesamt handelt es sich um einen Nominalwert von 13,75 Millionen Mark. Die Vorzugsaktien erhalten vorweg eine Dividende von fünf Prozent (kumulative Vorzugsdividende) und eine nicht kumulative Mehrdividende von zwei Prozent gegenüber den Stammaktien. Für 1979 können die Vorzugsaktionäre mit einer Ausschüttung von sieben Mark je 50-Mark-Aktie rechnen. Unter Berücksichtigung der Steuergutschrift errechnet sich – bezogen auf den Erwerbspreis – eine Dividendenrendite von 5,75 Prozent Das Grundkapital der Drägerwerke (siehe „Erfolgreiche Geschäfte mit Börsen-Neulingen“, ZEIT Nr. 12) beträgt jetzt 49 Millionen Mark; davon sind 28 Prozent an der Börse handelbar. Außerbörslich werden Drägerwerk-Aktien bereits über ihrem Emissionspreis gesucht.

Rabatt für „singles“

Die Continentale Sachversicherung in Dortmund räumt neuerdings Alleinstehenden (singles) Prämienvorteile in der Privaten Haftpflichtversicherung ein. Normalerweise gelten hier Versicherungsschutz und Beitrag immer für die ganze Familie. Alleinstehende zahlen bei der Continentalen Sachversicherung einen um ein Drittel reduzierten Beitrag.

Abfindung bei Fahlberg-List

Zu der im Frühsommer stattfindenden Hauptversammlung der Fahlberg-List AG Chemische Fabriken, Düsseldorf, soll den Streubesitzaktionären ein Abfindungsangebot gemacht werden. Die Aktie war 1975 vom Handel an der Berliner und Hanseatischen Wertpapierbörse dispensiert worden, weil die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende nicht ausgezahlt wurde. Vorerst ist mit Dividenden nicht zu rechnen, auch wenn die Pläne der Großaktionäre über eine völlige Neuorganisation realisiert werden. Geplant ist die Verwertung landwirtschaftlicher Abfälle und ihre Umwandlung in Naturdünger.

Steuern später fällig

im Zusammenhang mit der Heraufsetzung der Zinsen ihrer Sparbriefe empfiehlt die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank den Erwerb „abgezinster“ Papiere. Nicht nur wegen des bei ihnen zum Tragen kommenden Zinseszinseffektes, sondern auch aus steuerlichen Gründen. So werden sechsjährige Sparbriefe mit einem Zins von jährlich 6,25 Prozent angeboten. Der Käufer zahlt 69,50 Mark und erhält nach Ende der Laufzeit 100 Mark zurück. Die Differenz von 30,50 Mark braucht erst im Jahre 1985 versteuert zu werden. Das ist Interessant für jene Sparer, die dann mit einem geringeren Einkommen als heute zu rechnen haben.