Selbstverständlich Pauschalreisen Haben die meisten der befragten Geschäftsführer großer deutscher Reiseveranstalter für ihren eigenen Sommerurlaub gebucht. Den Reiseprofis ist guter Service sicher. Exotische Ziele hat kaum einer vor Augen – wenn das Gute so nah liegt...

Selbst während seiner Ferien ist Dr. Hans Glaser vom Deutschen Reisebüro (DER) noch ein bißchen im Dienst. Er will die Ferienlandschaften, die an seinen Schältern zum Verkauf stehen, aus eigener Anschauung kennenlernen. „Erholen konnte ich mich dabei nicht so recht“, sagt er, „ich habe Opfer gebracht.“ Korsika ist diesmal sein Ziel, nachdem er in vergangenen Jahren Kreta, die Kanarischen Inseln und die Costa del Sol erkundet hat.

In Gummistiefeln und mit Rucksack will Dr. Klaus Dietmar Kesper, Geschäftsführer bei Hummel-Reisen, Jagd auf Kleintiere machen – allerdings nur mit dem Fernglas. Für den Ort des Pirschganges entscheidet er sich erst kurzfristig. Sein Pressesprecher Hans Birkhäuser: „Er nimmt das, was übrigbleibt.“ Am liebsten wären ihm die Färöer-Inseln oder die englische Kanalinsel Jersey,

Am 1. April übernimmt Dr. Kesper auch die Geschäftsführung der Dr. Tigges-Fahrten; deren Offerten erprobt er im Oktober: Weil er sich nicht nur für kleine Tiere, sondern auch für große Kulturen interessiert, hat er sich für die „Erlebnisreise“ durch Mexiko und Guatemala entschieden.

Zum Bergwandern zieht es Touropa-Geschäftsführer Ernst Esser nach Madeira – angeregt von dem Bericht in der ZEIT vom 23. Februar? Eventuelle Blasen werden später am Strand geheilt.

Wanderstiefel in den Koffer packen wird auch Gert Oosterveld von Scharnow-Reisen. Sein sportlicher Ehrgeiz gilt den Bergen auf Kreta. In Malia, wo er einen zweiwöchigen Badeurlaub anschließt, werden ihn allenfalls noch die nahegelegenen antiken Ausgrabungsstätten von Knossos zu einem Marsch lockern

Auf Kreta könnte es in diesem Sommer zu einem touristischen Gipfeltreffen kommen. Hermann Kratz, Geschäftsführer bei NUR- und GUT-Reisen, hat sich ebenfalls diese Insel für vierzehn ruhige Tage mit der Familie ausgesucht. „Ich will einmal ganz normal Tourist sein, wie jeder andere auch“, sagt er.