Studenten können befreit werden

Wer im Sommersemester 1979 das Hoch- oder Fachschulstudium beginnt, kann sich von der Krankenkassen-Pflichtversicherung befreien lassen, wenn er einen privaten Krankenversicherungsvertrag nachweist. Das gilt auch für Studenten, die im vergangenen Wintersemester aus der Familienhilfe der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschieden sind. Studenten sind nach dem Kostendämpfungsgesetz nicht mehr beitragsfrei gesetzlich mitversichert, wenn nur der Elternteil mit dem geringeren Einkommen der Krankenkasse angehört und der andere Elternteil mehr als 3000 Mark monatlich verdient. Die Mitversicherung zusammen mit den Eltern oder dem Ehegatten fällt auch dann fort, wenn der Student regelmäßig mehr als 390 Mark monatlich verdient. Zum Krankenversicherungsbeitrag zahlt der Bund einen monatlichen Zuschuß von 17,80 Mark, BAföG-Empfänger erhalten 12 Mark zusätzlich.

Erwerb eines Erbbaurechtes

Wegen der hohen Grundstückspreise empfiehlt die Hamburgische Notarkammer künftigen Bauherren den Erwerb eines Erbbaurechtes. Es kommt zum Zuge, wenn Grundeigentümer nicht zum Verkauf des Grundstücks bereit sind. Gehindert am Verkauf sind oftmals gemeinnützige Institutionen, Stiftungen und Genossenschaften. Das Erbbaurecht gilt mindestens 30, höchstens jedoch 99 Jahre und kann danach erneut verlängert werden. Es wird im Grundbuch eingetragen, kann verpfändet, vererbt und zur Finanzierung des Hauses mit Grundpfandrechten belastet werden. Zu zahlen ist dafür ein jährlicher Erbbauzins, der zwischen vier und sechs Prozent des Grundstückswertes beträgt. Eine Zinsgleitklausel muß vertraglich vereinbart werden. Nach Ablauf des Erbbaurechtes geht das Haus in den Besitz des Grundstückseigners über. Dieser hat dafür den von einem amtlichen Gutachter festgestellten Verkehrswert des Hauses an den Erbauer oder Eigentümer als Entschädigung zu entrichten.

Neue Bundesschatzbriefe

Überraschend hat der Bundesfinanzminister die Konditionen für die Bundesschatzbriefe verbessert. Ab 2. April erhöht sich die Rendite für den Typ A (jährliche Zinszahlungen und sechs. Jahre Laufzeit) von 6,07 auf 6,55 Prozent, für den Typ B (Zinsansammlung und sieben Jahre Laufzeit) von 6,42 auf 6,92 Prozent. Im ersten Jahr verzinsen sich die neuen Bundesschätze mit vier Prozent; die Verzinsung steigt bis 8,25 Prozent für das sechste bzw. siebente Jahr.

Versicherungsfreiheit eingeschränkt

Vom 1. Januar 1979 an löst jede unbefristete Beschäftigung, die regelmäßig mindestens 15 Stunden in der Woche ausgeübt wird, ohne Rücksicht auf die Höhe des Arbeitsentgelts Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Versicherungsfrei bleiben nur noch Beschäftigungen, die regelmäßig weniger als 15 Stunden in der Woche ausgeübt werden und bei denen das Arbeitsentgelt monatlich 390 Mark nicht übersteigt. Liegt das Arbeitsentgelt höher, so bleibt es bei der Versicherungsfreiheit nur dann, wenn ein Fünftel des Gesamteinkommens nicht überschritten wird.