Frauen haben es im Journalismus, wie in anderen Berufen, nicht leicht. Dies gilt auch für Franca Magnani, die römische Mitarbeiterin der ARD.

Die beim Publikum allseits beliebte Fernsehkorrespondentin mit dem bei uns so beliebten fremdländischen Akzent, wird von ihrem Chef, dem ARD-Studioleiter in Rom Wolf Feller, regelrecht niedergeknüppelt, oder, modern ausgedrückt: diskriminiert. Wo immer es geht, stellt der wilde Kommunistengegner seine Mitarbeiterin in die Ecke und sich selbst ins Bild. Und dabei wäre er klug beraten, bediente er sich der Dienste der Italienerin, die seit den sechziger Jahren für die ARD in Rom arbeitet. Denn Wolf Feller kann kein Interview auf italienisch führen, seine Sprachkenntnisse reichen allenfalls, sich im Restaurant Spaghetti zu bestellen. Er hat deshalb den Südtiroler Michael Waicek angeheuert, der für ihn Recherchen erledigt.