Die Beamten des Auswärtigen Amtes in Bonn und die des deutschen Generalkonsulats in Johannesburg (Südafrika) haben sich für den Schutz der deutschen Staatsbürger im benachbarten Rhodesien etwas besonderes ausgedacht: Papierfähnchen in den bundesdeutschen Nationalfarben.

Die Papierflaggen und ein Schutzbrief sollen den rund 800 Bundesbürgern in Rhodesien zur Sicherung ihres Eigentums im Fall einer unerwarteten Krise dienen. Auf den Fähnchen ist in Englisch wie in zwei Landessprachen zu lesen: „Eigentum eines Bürgers der Bundesrepublik • Deutschland.“ Ob das wohl hilft?

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Mit einem Vergleich endete der Rechtsstreit zwischen dem SPD-Bundestagsabgeordneten Heinz Pensky und dem Herausgeber des Bonner Informationsbriefes für die Verteidigungswirtschaft „Wehrdienst“, Hans-Joachim Griephan.

„Wehrdienst“-Autor Griephan hatte den Abgeordneten flappsig einen „Dämlack“ genannt, worauf Heinz Pensky beleidigt. reagierte. Hinter-, grundder „Beleidigung“: Pensky hatte bei der Novellierung des Kriegswaffenkontrollgesetzes im vergangenen Jahr erheblich verschärfte Regeln für den Waffenhandel durch deutsche Staatsbürger durchgesetzt.

Griephan darüber flott: „Heinz Pensky heißt also der Dämlack, dem die deutsche Rüstungsindustrie neuen Ärger im internationalen Rüstungshandel verdankt.“ Pensky mochte das nicht auf sich sitzenlassen. Es stellte Strafantrag wegen Beleidigung.

Als der Bonner Strafrichter Ralf Geich-Gimbel den Parteien einenVergleich vorschlug, gingen die Parteien zwanzig Minuten lang in sich. Pensky zog seinen Strafantrag zurück, Griephan übernahm die Kosten des Verfahrens, stiftete 250 Mark für den Sozialfonds der Bundespressekonferenz und gab bei Gericht wie auch in seinem Informationsdienst zu Protokoll: „Ich habe mit dem Wort ‚Dämlack‘ keine beleidigende Absicht gegen Herrn Pensky verbunden. Da Bezeichnung aber dennoch diesem Sinn verstanden worden ist, nehme ich sie mit Ausdruck des Bedauerns zurück.