Nach einem blutigen Bürgerkrieg, der rund 40 000 Tote forderte und weite Teile des Landes verwüstet hat, ist Nicaraguas Diktator Anastasio Somoza zurückgetreten und ins amerikanische Exil gegangen. Mit seiner Flucht endeten fast 43 Jahre autokratischer Herrschaft der Somoza-Familie, die dabei ein Vermögen von einer halben Milliarde Dollar zusammentrug.

Entsprechend einem unter amerikanischer Vermittlung ausgehandelten Kompromiß mit den Somoza-Gefolgsleuten, dem freilich die sandinistische Befreiungsfront nicht zustimmte, ernannte das Parlament in Managua den 62jährigen Arzt und Somoza-Paladin Francisco Urcuyo Maliano Zum Interimspräsidenten, der die Macht zu einem späteren Zeitpunkt an die Revolutionsregierung übergeben soll.