Trampen - ja oder nein?

Obwohl ich selbst noch nie einen Tramper-Urlaub gemacht habe und somit noch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt habe, befürworte ich doch diese Art zu reisen sehr. Dies nicht nur einer gewissen Abenteuerlust wegen, sondern auch der Unabhängigkeit von Zug- oder sonstigen Verbindungen wegen. Natürlich besteht, vor allem für die Mädchen, die Gefahr, an jemanden zu gelangen, der es nicht nur gut meint. Andererseits sind viele berufsmäßige Lkw- oder Pkw-Fahrer froh, wenn sie auf ihren Wegen auch einmal nicht allein mit Wagen und Ladung sind.

Reto Beutler, 16 Jahre

Ich bin eigentlich dafür. Für uns Schüler ist es eine billige Art zu reisen. Man braucht nur wenig Gepäck, einen Daumen und gute Laune, damit es nie zu langweilig wird. Ich finde es schade, daß so vor allem nur in städtischen Gegenden gereist wird und abgelegene Orte wegen ihrer schlechten Verkehrslage nicht besucht werden. Wer sich aber nicht scheut, auch noch auf „Schusters Rappen“ zu gehen, lernt auch diese Landschaften kennen. Ich würde wahrscheinlich auch nie allein trampen, denn die „guten Onkels“ gibt’s leider überall. Vor allem finde ich es schön, wenn man aufs Geratewohl trampen geht und nicht an vorgeplanten Orten landet oder auch mal von Petrus „begossen“ wird.

Ursula Künzli, 17 Jahre

Klar bin ich für das Trampen. Wie sollen, junge Leute anders Ferien machen? Strandfahren und dort 14 Tage baden? Nein, das ist uns zu eintönig. Wir wollen etwas sehen von der Welt. Es ist doch viel interessanter, einen Tag hier, zwei Tage dort, eine Nacht im Heustock, die andere unter dem Himmelszelt zu verbringen. Ein teures Hotelzimmer mit Dusche und Bad können wir finanziell nicht verkraften. Wir sind noch in der Ausbildung und verdienen selber kein Geld. Also reisen junge Leute mit dem Rucksack und mit dem Daumen. Tönt alles sehr verlockend und einfach. Ist es aber nicht, jedenfalls für mich. Meine Eltern „schätzen“ es nicht, wenn ihre Tochter per Daumen Urlaub macht.

Anita Peter, 17 Jahre