Zum vierzigstenmal hat die Veba in vier Städten regionale Aktionärsversammlungen abgehalten. Knapp 6000 Besucher füllten diesmal die Säle – ein erstaunliches Ergebnis. Denn schließlich dienen diese Zusammenkünfte „nur“ der Orientierung. Abgestimmt und „entschieden“ wird erst am 23. August auf der Hauptversammlung.

Wichtig ist, daß hier die Gelegenheit zur Diskussion mit der Aktionärsbasis gesucht wird, mag sie auch manchmal unergiebig sein. Auschlaggebend ist, daß, zwischen Verwaltung und Aktionäre mit der Zeit ein Vertrauensverhältnis gewachsen ist.

Die Manager anderer Großunternehmen, angesprochen dem Veba-Beispiel zu folgen, habenfür den „Zirkus“ nur ein mitleidiges Lächeln. „Wir können nicht eine Woche unserem Schreibtisch fernbleiben“, heißt es ausweichend. Aber was bei der Veba geht, müßte auch in anderen gut geführten Unternehmen mit breit gestreutem Aktienbesitz möglich sein – besonders wenn sich damit eine Präsentation der Produkte verbinden ließe. Das Volkswagenwerk hätte da besonders viel zu bieten. K. W.