Von einem Sondergericht in Bagdad sind 22 Armeeoffiziere zum Tode verurteilt worden, die an einer Verschwörung gegen den Präsidenten Saddam Hussein beteiligt gewesen sein sollen.

Der fehlgeschlagene Putschversuch gegen den irakischen Staatschef am 22. Juli ist nach einer in einer ägyptischen Zeitung veröffentlichten Erklärung von einem der Verschwörer, dem früheren Generalsekretär der Baath-Partei, Abdel Hussein al Maschadi, von Syrien finanziert worden. Indirekt bestätigt wurde diese Feststellung auch von Präsident Hussein in einer Sondersitzung des irakischen Armeeoberkommandos: „Assad ist eine wahre Plage für die arabischen Völker. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, daß er in seinen Verbrechen so weit gehen würde, während wir mit ihm über eine Vereinigung unserer Länder verhandeln.“

Der Putsch, der sich ursprünglich gegen Husseins Amtsvorgänger, den am 16. Juni gestürzten Hassan al Bakr, richtete, war von fünf Mitgliedern des regierenden Revolutionsrates geplant worden. Die Verschwörung flog auf, als Maschadi wegen seiner Kontakte zu schiitischen Moslems verhaftet wurde und gestand.

Der Anführer der Putschisten, Husseins Mitarbeiter Mohammed Ayesch, nahm nach den Angaben Maschadis mit den Syrern Kontakt auf, als er nach einem Finanzier für seine Umsturzpläne suchte. Syriens Staatschef Assad soll sich dann zu einer Finanzierung unter der Bedingung bereiterklärt haben, daß beim Gelingen des Putsches Irak und Syrien unter seiner Präsidentschaft vereinigt würden. D. Z.