• Herr Minister, das Bundesforschungsministerium fördert die Entwicklung benzinsparender Autos in der Bundesrepublik. Wieviel Geld wendet Bonn dafür auf?

Hauff: Bereits seit 1972 fördert das Bundesforschungsministerium Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Kraftfahrzeugtechnologie. Dabei geht es uns nicht um schlichte Verbesserungen der laufenden Produktion, sondern um echte technische Durchbrüche. Das Benzinsparen war dabei neben den Zielen Sicherheit, Umweltschutz und Rohstoffschonung immer ein Schwerpunkt unserer Förderungsmaßnahmen. Insgesamt haben wir für die Kraftfahrzeugtechnologien bis 1978 rund 75 Millionen Mark ausgegeben. Für 1979 sind 62 Millionen Mark veranschlagt.

Dem Ziel Benzinsparen dienen insbesondere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Entwicklung neuer kraftstoffsparender Antriebssysteme und neuer alternativer Kraftstoffe. Dafür wurden bis 1978 rund zwanzig Millionen Mark aufgewendet. Im Rahmen eines großen Schwerpunktprogramms „Alternative Energien für den Straßenverkehr“ in den Jahren 1979 bis 1982 werden weitere 135 Millionen Mark ausgegeben. Aber auch in dem Schwerpunktprogramm „Auto der Zukunft“, für das in dem Zeitraum 1979 bis 1982 rund 110 Millionen Mark vorgesehen sind, ist das Energiesparen vorrangiges Entwicklungsziel. Dies alles zeigt Ihnen, daß das Forschungsministerium auf der Grundlage früherer Arbeiten jetzt verstärkt benzinsparende Neuentwicklungen fördert.

  • An welche Unternehmen geht das Geld?

Hauff: Mit dem Geld werden nicht Unternehmen, sondern bestimmte Forschungsprojekte gefördert. An den geförderten Vorhaben beteiligen sich Unternehmen der Automobil-, Zuliefer- und Mineralölindustrie sowie wissenschaftliche Institute.

  • Nach welchem Schlüssel

Hauff: Einen Schlüssel gibt es nicht. Forschungsarbeiten bei Wirtschaftsunternehmen werden grundsätzlich nur dann – im Wege der Zuwendung – gefördert, wenn diese sich mit fünfzig Prozent an den Kosten beteiligen.