MSV DUISBURG

Es hat sich nichts daran – geändert: Auch in dieser Saison gilt der MSV Duisburg als „graue Maus“, Ein Mittelklassen-Team, dem beständig der Abstieg vorausgesagt wurde, und das sich dann doch immer wieder an den eigenen Haaren aus dem Schlamassel zog. Wie auch immer, die Duisburger dürfen – zusammen mit den Bremern – als die erfolgreichsten Spezialisten im Abstiegskampf gelten. Und meistens erreichten sie dann am Schluß einer Saison sogar noch einen „beruhigenden“ Mittelplatz. (In der letzten Spielserie war es allerdings nur Platz 13.)

Es läßt sich indes schwer vorstellen, daß den Duisburgern diesmal nur deshalb ein Höhenflug beschert sein könnte, weil man mit Heinz Höher (vorher beim VfL Bochum) einen neuen Trainer verpflichtet hat. Gewiß, in Duisburg scheinen die Talente auf den Bäumen zu wachsen; aber es ist doch sehr fraglich, ob der Nachwuchs auf Anhieb jene wichtigen Spieler ersetzen kann, die abwanderten: Worm (zu Eintracht Braunschweigt Jakobs (zum HSV), Bregman (zu Roda Kerkrade) und Weber (zu Viktoria Köln). Bernhard Dietz, der Mannschaftskapitän, darf sich keine Verletzung erlauben.

Saison 78/79: Platz 13 Tip: Platz 15

TSV 1860 MÜNCHEN

Die Rollen sind noch nicht vergeben; aber in den Jagdgründen der Bundesliga scheint, wenn man den Worten des ehemaligen Münchner Trainers Max? Merkel Glauben schenken will, für die „Löwen“ bereits die Fallgrube ausgehoben zu sein: Sie müssen wieder zurück in die zweite Fußball-Bundesliga.

Nun haben die Münchner bereits Abstiegserfahrungen gesammelt – und zweifellos an Spielstärke gewonnen. 1978 waren sie, nach einem einjährigen Aufenthalt in der höchsten deutschen Spielklasse, wieder abgestiegen; 1979 sind sie wieder da. Und diesmal haben sie sich ihre „Verstärkungen“ wirklich etwas kosten lassen. Über zwei Millionen Mark standen bereit, mit denen Vereinspräsident Erich Riedl (CSU MdB) die Lücken zu schließen gedachte, die durch den Rücktritt von Kohlhäufl, Glovavic, Bierofka und Nielsen entstanden waren.