Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden wird immer stärker. Und offenbar können sich auch immer mehr Bundesbürger den Traum erfüllen. Bundeswohnungsbauminister Dieter Haack belegt diese Tatsache mit Zahlen. Im nüchternen Amtsdeutsch heißt es: Die Wohneigentumsquote in der Bundesrepublik ist zwischen 1965 und 1978 von 34,8 auf rund 39 Prozent gestiegen. Besonders Familien mit Kindern haben nach den Bonner Untersuchungen in den letzten Jahren häufiger Wohneigentum erwerben können. 1977 lebten immerhin 51 Prozent aller Familien mit Kindern in eigenen vier Wänden. Kinderreichen Familien soll in Zukunft noch stärker mit staatlicher Hilfe zu Wohneigentum verholfen werden.

Man kann es kaum glauben: Die Ernte in der Bundesrepublik soll in diesem Jahr trotz des schlechten Wetters „im großen und ganzen gut ausfallen“. Diese inoffizielle Prognose wagte das Bundesernährungsministerium. In der Landwirtschaft ist man etwas vorsichtiger: Wenn Petrus wohlgesonnen ist, könnte es immerhin noch eine „befriedigende Durchschnittsernte“ geben, meinen die Experten.

Pessimistischer allerdings sind die Vorhersagen für die europäische Ernte. Nach den Schätzungen wird die Getreideernte in den Ländern der Gemeinschaft von 116 auf 108 oder gar hundert Millionen Tonnen zurückgehen. Hier scheint sich das Wetter denn doch auszuwirken. Erheblich niedriger als im letzten Jahr soll auch die Weltgetreideernte ausfallen. Besonders in der Sowjetunion werden die Erträge geringer sein.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der chemischen Industrie hat sich bisher in diesem Jahr sichtbar verbessert. Das jedenfalls stellt der Arbeitsring Chemie, der die Arbeitgeberinteressen der Branche vertritt, fest. Die Zukunft allerdings versieht der Verband noch mit einigen Fragezeichen, zumal die allgemeine Konjunkturlage nicht mehr so positiv bewertet wird wie noch vor einigen Wochen.

Die Zahlungsmoral in der deutschen Wirtschaft läßt immer noch zu wünschen übrig. Rund 21 Prozent der Unternehmen zahlen nach einer Untersuchung der Schimmelpfennig GmbH nach wie vor langsam, fast sechs Prozent kommen ihren Verbindlichkeiten nur „schleppend“ nach. Und zu ernsten Beanstandungen haben im zweiten Quartal dieses Jahres immerhin 1,1 Prozent der Firmen Anlaß gegeben. ms