Daß sich der gute „Gruyères“ vorzüglich zum Käsefondue eignet, hat sich längst bis in unsere Breiten herumgesprochen. Die wenigsten aber wissen, daß der berühmte Schweizer Hartkäse aus einem wunderhübschen Städtchen gleichen Namens stammt. Es thront auf einem 746 Meter hohen Hügel über dem Freiburgerland, und man kann sich streiten, was denn hübscher ist: der Anblick der mittelalterlichen Siedlung vom Tal – oder der Ausblick über die liebliche Landschaft vom Schloß zu Gruyères. Sicher ist, daß sich bei einer Fahrt zum Genfer See der Abstecher in die holprigen Gassen von Gruyères (das Auto bleibt vorm Stadttor) in diesem Jahr noch mehr lohnt als jemals zuvor: Jetzt lockt nicht nur eine Jause in einem der urigen Restaurants (mit Käsefondue natürlich und Himbeeren mit der unnachahmlichen „Crème fraiche de Gruyères“) oder ein Besuch des Schlosses, in dem Beutestücke aus den Burgunderkriegen liegen. Vom 26. August bis zum 2. September gibt es nun auch Konzerte in der Kirche Saint-Théodule (im Rahmen einer „Semaine musicale“), und bis zum Jahresende ist im Schloß die Ausstellung „Schweizer Bauernkeramik vom 17. bis 19. Jahrhundert“ zu sehen.