Fehlen ausländische Kaufaufträge, schrumpfen in den deutschen Börsensälen die Umsätze auf ein Minimum. Das gilt auch für den Rentenmarkt, der die neue Bundesanleihe keineswegs mit offenen Armen aufgenommen hat. Die private Bankenkundschaft trauert dem Achtprozenter nach und sieht vorerst keinen Grund, sich mit ungeliebten 7 1/2 Prozent zufriedengeben zu müssen. Die deutschen institutionellen Anleger halten eine Rückkehr zum Achter keineswegs für ausgeschlossen und warten zunächst einmal ab.

Lediglich Ausländer, auf eine Mark-Aufwertung spekulierend, könnten wieder Leben in die Märkte bringen. Um so enttäuschter war man in den Börsensälen, daß es selbst dem Sparkassenpräsidenten Geiger mit seiner Forderung nach einer Aufwertung nicht gelungen ist, weiteres spekulatives Kapital in die Bundesrepublik zu locken. Offenbar sind die deutschen Börsen nun doch noch in ein Sommerloch geraten. Bisher konnte die Sommerflaute umschifft werden. K. W.